Der dänische Pharmakonzern bringt heute seine bisher stärkste Waffe im Kampf gegen Fettleibigkeit auf den US-Markt. Mit der landesweiten Einführung von Wegovy HD reagiert Novo Nordisk auf den wachsenden Druck durch Konkurrenten wie Eli Lilly. Gleichzeitig soll der Launch der Aktie helfen, die sich nach massiven Verlusten im vergangenen Jahr gefährlich nah an ihrem Jahrestief bewegt.
Neue Wirkstoff-Generation
Seit diesem Dienstag ist die 7,2-Milligramm-Injektion in über 70.000 US-Apotheken sowie bei ausgewählten Telemedizin-Anbietern erhältlich. Die klinischen Daten der neuen Dosierung übertreffen die bisherigen Standards deutlich. Patienten ohne Diabetes erzielten in Studien über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren einen durchschnittlichen Gewichtsverlust von 21 Prozent. Bei einem Drittel der Probanden schmolz das Körpergewicht sogar um ein Viertel. Zum Vergleich: Die bisherige Maximaldosis von 2,4 Milligramm brachte es im Schnitt auf 18 Prozent Gewichtsreduktion. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte die höhere Dosis im vergangenen Monat in einem beschleunigten Verfahren freigegeben.
Wettlauf der Giganten
Der Zeitpunkt der Markteinführung fällt in eine kritische Phase. Der Markt für Abnehmpräparate wandelt sich rasant. Während Injektionen weiterhin stark nachgefragt werden, rücken Tabletten wegen ihrer einfacheren Handhabung zunehmend in den Fokus der Patienten. Genau hier greift der Rivale Eli Lilly in dieser Woche mit seinem neuen oralen Medikament Foundayo an. Novo Nordisk verweist im Gegenzug auf eigene Studiendaten vom April, wonach die hauseigene Wegovy-Pille in indirekten Vergleichen bessere Resultate als Konkurrenzprodukte liefert.
Stützungskäufe für die Aktie
An der Börse verpufften gute Produktnachrichten zuletzt oft wirkungslos. Mit einem aktuellen Kurs von 31,45 Euro notiert das Papier nur knapp über seinem 52-Wochen-Tief und verzeichnet auf Zwölfmonatssicht ein Minus von über 46 Prozent. Um das Vertrauen der Anleger zu stützen, treibt das Management das laufende Aktienrückkaufprogramm voran. Bis Anfang April erwarb das Unternehmen bereits knapp zehn Millionen eigene Anteile für rund 2,58 Milliarden Dänische Kronen.
Der nächste wichtige regulatorische Meilenstein für die Dänen liegt nun in Europa. Während die Aufsichtsbehörden in der EU und Großbritannien die wöchentliche 7,2-Milligramm-Dosis bereits in Form von drei separaten Spritzen genehmigt haben, steht die Entscheidung über den deutlich praktischeren Einzeldosis-Pen noch aus. Ein entsprechendes Urteil wird für das zweite Halbjahr 2026 erwartet.
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