Gleich zwei Entwicklungen prägen diese Woche für Novo Nordisk: Am 20. März lief das Semaglutid-Patent in Indien ab — seither drängen mehr als 40 Generikahersteller auf den Markt. Nur drei Tage später trifft sich das Unternehmen mit seinen Aktionären in Kopenhagen. Die Hauptversammlung am Donnerstag findet in einem Umfeld statt, das schwieriger kaum sein könnte.
Aktionäre unter Druck
Die Hauptversammlung am 26. März (14:00 Uhr MEZ) wird sowohl physisch in Kopenhagen als auch virtuell abgehalten. Zur Wahl stehen alle aktionärsseitig besetzten Aufsichtsratsmandate. Der Vorstand schlägt die Wiederwahl von Lars Rebien Sørensen als Vorsitzenden und Cees de Jong als stellvertretendem Vorsitzenden vor. Neu nominiert werden Helena Saxon, Jan van de Winkel und Ramona Sequeira.
Das Treffen steht unter dem Schatten einer enttäuschenden Prognose vom Anfang des Monats. Novo Nordisk hatte für 2026 einen Rückgang von Umsatz und operativem Gewinn um 5 bis 13 Prozent in Aussicht gestellt — ein Ausblick, der viele Marktteilnehmer überraschte. Entsprechend werden Anleger genau beobachten, wie überzeugend das Management seine Strategie zur Margensicherung verteidigt.
Generika-Flut in Indien
Mit dem Patentablauf am 20. März ist der indische Markt für Semaglutid freigegeben worden. Zu den Unternehmen, die bereits Produkte angekündigt haben oder kurz vor dem Launch stehen, zählen Sun Pharma, Dr. Reddy’s, Cipla, Biocon und Mankind. Natco Pharma und Eris Lifesciences waren am Tag des Patentablaufs bereits mit eigenen Produkten am Markt.
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Natcos Generikum ist unter den Marken Semanat und Semafull erhältlich — zu Preisen, die rund 90 Prozent unter dem Originalpräparat liegen. Analysten erwarten, dass die Monatskosten für die niedrigste Dosierung mittelfristig von etwa 11.000 auf 1.500 bis 2.500 Rupien fallen könnten.
Novo Nordisk selbst hatte die Preise für injizierbares Semaglutid in Indien bereits vorab um 37 Prozent gesenkt. Dennoch signalisiert das Unternehmen keine Bereitschaft zu einem direkten Preiskrieg. Laut Indien-Geschäftsführer Vikrant Shrotriya werde der Wettbewerb stärker über wissenschaftliche Evidenz, Herstellungsqualität und Ärztevertauen entschieden als über den günstigsten Preis.
Wegovy HD als Differenzierungsstrategie
Einen Tag vor dem Patentablauf in Indien erhielt Novo Nordisk von der FDA die Zulassung für Wegovy HD — eine höher dosierte Version seines Abnehmmedikaments mit 7,2 mg Semaglutid, verglichen mit 2,4 mg im bisherigen Präparat. Der US-Launch ist für April geplant.
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In der klinischen Studie STEP UP erzielte Wegovy HD über 72 Wochen einen mittleren Gewichtsverlust von 20,7 Prozent. Rund ein Drittel der Teilnehmer verlor mehr als 25 Prozent des Körpergewichts. Die höhere Dosierung ist nicht Teil der Patente, die indische Generikahersteller aktuell angreifen — womit Wegovy HD zumindest kurzfristig als Differenzierungsmerkmal dient.
In Europa und den USA läuft das Semaglutid-Patent ohnehin erst 2031 bis 2032 aus, sodass der Generikadruck auf den Kernmärkten vorerst begrenzt bleibt.
Die Aktie notiert aktuell nahe ihrem 52-Wochen-Tief und hat seit Jahresbeginn rund 29 Prozent verloren. Die Hauptversammlung am Donnerstag wird zeigen, ob das Management Antworten liefert, die Anleger wieder überzeugen können.
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