Erst flogen Tausende Mitarbeiter raus, jetzt stellt der dänische Pharmariese wieder massiv ein. Bei Novo Nordisk gleicht die Personalpolitik aktuell einer Achterbahnfahrt. Der Konzern richtet sich nach dem tiefsten Einschnitt seiner Geschichte völlig neu aus. Für die stark gebeutelte Aktie kommt dieser strategische Schwenk zu einer kritischen Zeit.
Gezielter Aufbau statt Gießkanne
Im vergangenen Jahr strich CEO Mike Doustdar rund zehn Prozent der globalen Belegschaft. Etwa 9.000 Stellen fielen dem massiven Sparprogramm zum Opfer. Jetzt dreht sich das Blatt. Novo Nordisk hat im laufenden Jahr bereits 2.000 neue Mitarbeiter rekrutiert. Der Fokus liegt dabei strikt auf Kernbereichen wie Produktion und Forschung. Ein Gießkannenprinzip gibt es nicht mehr.
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Parallel zum internen Umbau fließt Kapital an die Aktionäre zurück. Ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm läuft auf Hochtouren. Diese Stütze hat die Aktie dringend nötig. Am Freitag ging das Papier bei 34,44 Euro aus dem Handel. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf knapp 23 Prozent. Vom Rekordhoch hat sich der Kurs damit mehr als halbiert. Ein RSI-Wert von 25 signalisiert aktuell eine stark überverkaufte Situation.
Harter Kampf um den Abnehm-Markt
Operativ weht dem Konzern ein rauer Wind entgegen. Im lukrativen Markt für Abnehmpräparate liefert sich Novo Nordisk ein erbittertes Rennen mit dem US-Rivalen Eli Lilly. Um den verlorenen First-Mover-Vorteil auszugleichen, brachten die Dänen kürzlich eine höher dosierte Wegovy-Spritze auf den Markt. Klinische Daten zeigen hier einen durchschnittlichen Gewichtsverlust von rund 21 Prozent.
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Ein weiterer Störfaktor lauert in Asien. Im März lief in China ein wichtiges Patent für den Wirkstoff Semaglutid aus. Zuvor hatte Novo Nordisk diese Exklusivität drei Jahre lang vor Gericht verteidigt. Das öffnet nun die Tür für lokale Generika-Hersteller.
Am 6. Mai legt das Management die Quartalszahlen vor. Investoren achten dann besonders auf den Start der neuen Wegovy-Pille und mögliche Anpassungen der Jahresprognose. Bislang rechnet der Vorstand für das laufende Jahr mit einem Umsatzrückgang von bis zu 13 Prozent. Fällt der Ausblick schwächer aus, droht der Aktie ein direkter Test der Unterstützung bei 30 Euro.
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