Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk erschließt mit seiner neuen Wegovy-Pille eine völlig neue Patientengruppe im Markt für Abnehmpräparate. Statt bestehende Nutzer von der Spritze abzuwerben, zieht die orale Variante gezielt Menschen an, die GLP-1-Therapien bisher mieden. Während die Nachfrage rasant steigt, rüstet sich mit Eli Lilly zeitgleich der größte Konkurrent für den Kampf um die Vorherrschaft bei den Tabletten.
Neue Zielgruppe und starke Partner
Bereits drei Monate nach der Markteinführung verzeichnet die orale Version von Wegovy zehntausende Verschreibungen. Analysten von BMO Capital Markets führen diesen frühen Erfolg auf den vergleichsweise niedrigen Preis von 149 US-Dollar pro Monat zurück. Zudem überwindet die Darreichungsform als Tablette die weit verbreitete Hemmschwelle vor Injektionen.
Zusätzlichen Schub liefert eine frisch beigelegte Auseinandersetzung mit Hims & Hers Health. Das Telemedizin-Unternehmen plant, monatlich über 100.000 Wegovy-Rezepte abzuwickeln. Im Gegenzug stellt Hims & Hers den Vertrieb von individuell hergestellten GLP-1-Alternativen ein und fokussiert sich auf die Originalprodukte von Novo Nordisk.
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Konkurrenzkampf und Kursentwicklung
Die Dominanz auf dem Markt für orale Abnehmpräparate wird allerdings direkt herausgefordert. Erst diese Woche erhielt der Rivale Eli Lilly die Zulassung für seine Konkurrenz-Pille Foundayo. Novo Nordisk konterte umgehend mit dem Verweis auf ältere Studiendaten, wonach das eigene Produkt einen signifikant höheren Gewichtsverlust erziele.
An der Börse verpuffen diese operativen Fortschritte bislang. Die Aktie steht mit einem Minus von rund 28 Prozent seit Jahresbeginn bei aktuell 31,95 Euro deutlich unter Druck. Investoren sorgen sich um den Verlust von Marktanteilen im breiteren Adipositas-Segment und fordern Beweise, dass die Pipeline zukünftiges Wachstum sichern kann.
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Aktienrückkäufe federn Prognose ab
Das finanzielle Umfeld bleibt anspruchsvoll, da die Prognose für 2026 einen währungsbereinigten Umsatzrückgang von 5 bis 13 Prozent vorsieht. Verantwortlich dafür sind vor allem neue Preisvereinbarungen mit der US-Regierung und eine reduzierte Medicaid-Deckung. Um den schwächelnden Kurs zu stützen, treibt das Management das laufende Aktienrückkaufprogramm voran:
- Gesamtvolumen: Bis zu 15 Milliarden DKK innerhalb von 12 Monaten
- Aktuelle Tranche: 3,8 Milliarden DKK (laufend bis 4. Mai 2026)
- Bisheriger Rückkauf: Knapp 10 Millionen B-Aktien zu durchschnittlich 259,47 DKK
Die langfristigen Aussichten für das Pillen-Portfolio bleiben laut einer GlobalData-Prognose mit erwarteten 2,76 Milliarden US-Dollar Umsatz bis 2031 intakt. Konkrete Impulse für die nähere Zukunft liefert der Mai, wenn Novo Nordisk die Ergebnisse für das erste Quartal präsentiert und erstmals offizielle Verkaufszahlen der Wegovy-Pille ausweist. Ein weiterer entscheidender Meilenstein folgt zum Jahreswechsel 2026/2027 mit der erwarteten FDA-Entscheidung für das Kombinationspräparat CagriSema.
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