Die Anspannung ist greifbar: Am 4. Februar legt Novo Nordisk die finalen Quartalszahlen und den Ausblick für 2026 vor. Analysten sprechen von einer „Entscheidungswoche“, die den weiteren Kurs des dänischen Pharmariesen bestimmen könnte. Die Aktie reagiert nervös – nach einem starken Jahresauftakt brach der Titel binnen weniger Tage um über 8 Prozent ein. Bei 367,15 DKK notiert das Papier aktuell und damit deutlich unter wichtigen Unterstützungslinien.
Erwartungen enttäuschen auf ganzer Linie
Die Prognosen der Analysten verheißen nichts Gutes. Der Gesamtumsatz im vierten Quartal dürfte bei etwa 77 Milliarden DKK landen – ein herber Rückgang gegenüber den 85,7 Milliarden DKK im Vorjahreszeitraum. Beim Gewinn je Aktie rechnen Experten mit 5,9 DKK, verglichen mit 6,34 DKK vor einem Jahr. Diese schwachen Erwartungen lasten spürbar auf dem Kurs.
Verantwortlich für den Gegenwind sind vor allem zwei Faktoren: Der zunehmende Preisdruck im Markt für Diabetes- und Adipositas-Medikamente sowie die verschärfte Konkurrenz durch Eli Lilly. Der US-Rivale setzt Novo Nordisk mit seinem Präparat Mounjaro massiv unter Druck.
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CagriSema enttäuscht im Duell
Besonders brisant: Das Kombinationspräparat CagriSema, auf das Novo Nordisk große Hoffnungen gesetzt hatte, scheint im direkten Vergleich mit Mounjaro nicht zu überzeugen. UBS-Analyst Matthew Weston geht davon aus, dass das Medikament keine signifikant bessere Wirkung erzielt hat. Für eine statistisch relevante Überlegenheit wäre ein rund 2,5 Prozent höherer Gewichtsverlust nötig gewesen – diesen Vorsprung konnte CagriSema offenbar nicht liefern.
Die Schweizer Großbank UBS bestätigt dennoch ihr „Neutral“-Rating mit einem Kursziel von 390 DKK. Das liegt zwar deutlich über dem aktuellen Niveau, signalisiert aber auch keine besondere Zuversicht.
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Technisch angeschlagen
Aus charttechnischer Sicht hat die Aktie wichtige Unterstützungen gerissen. Nach der starken Erholung vom November-Tief fehlt dem Papier zuletzt die Dynamik. Die Bären haben das Heft in die Hand genommen und drücken den Kurs sukzessive nach unten.
Kann Novo Nordisk zur Wochenmitte mit überraschend guten Zahlen oder einem optimistischen Ausblick gegensteuern? Die Messlatte liegt niedrig, doch angesichts der fundamentalen Herausforderungen wird es spannend, ob das Unternehmen die Investoren überzeugen kann.
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