Novo Nordisk schüttet aus und kauft zurück — und das trotz eines schwierigen Marktumfelds. Während der Aktienkurs seit Jahresbeginn rund 31 Prozent verloren hat und sich nahe dem 52-Wochen-Tief bewegt, sendet das Unternehmen mit zwei Maßnahmen gleichzeitig ein klares Signal an seine Aktionäre.
Rückkäufe und Dividende im Doppelpack
Seit dem Start des aktuellen Rückkaufprogramms Anfang Februar hat Novo Nordisk bis zum 27. März insgesamt rund 9,2 Millionen B-Aktien für umgerechnet etwa 2,4 Milliarden dänische Kronen zurückgekauft. Das Gesamtprogramm ist auf bis zu 15 Milliarden Kronen ausgelegt, der laufende Teilabschnitt läuft bis Anfang Mai. Noch rund 1,4 Milliarden Kronen stehen darin zur Verfügung.
Parallel dazu erhalten Aktionäre heute die Schlussdividende für das Geschäftsjahr 2025. Die Gesamtausschüttung beläuft sich auf 11,70 dänische Kronen je Aktie, aufgeteilt in eine Zwischendividende von 3,75 Kronen aus dem August 2025 und die heutige Abschlusszahlung von 7,95 Kronen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Novo Nordisk?
Preisdruck und Analystenwarnung
Die Kapitalrückführungen fallen in eine Phase erheblicher Belastungen. Novo Nordisk prognostiziert für 2026 einen Umsatzrückgang — vor allem im GLP-1-Segment. Auslöser ist ein Preisabkommen mit der US-Regierung, das die Monatspreis für Wegovy und Ozempic von über 1.000 US-Dollar auf 350 US-Dollar über die Plattform TrumpRx gesenkt hat. Die Ankündigung ließ den Kurs damals um 18 Prozent einbrechen.
Bernstein-Analyst Justin Smith stuft die Aktie mit „Underperform“ ein und setzt das Kursziel auf 175 dänische Kronen. Seine Begründung: Der Zyklus der Gewinnrevisionen sei noch nicht abgeschlossen, der Marktanteil von Ozempic und Wegovy in den USA schwinde, und der Preisverfall übertreffe die ursprünglichen Erwartungen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Novo Nordisk?
Unruhe auf der Hauptversammlung
Wenige Tage vor den Kapitalmaßnahmen stand die Hauptversammlung vom 26. März im Zeichen kritischer Aktionärsstimmen. Aufsichtsratschef Lars Rebien Sørensen sah sich intensiver Kritik ausgesetzt — unter anderem wegen eines gescheiterten Übernahmeversuchs eines Adipositas-Startups von Pfizer und einer Prognosekorrektur, die den Kurs zusätzlich belastet hatte. Der neue CEO Mike Doustdar ist erst seit wenigen Monaten im Amt. Die Hauptversammlung wählte drei neue Aufsichtsratsmitglieder und bestätigte Poul Weihrauch als Boardbeobachter mit dem Ziel, ihn 2027 regulär zu wählen.
Am 6. Mai legt Novo Nordisk die Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Bis dahin wird der Markt beobachten, ob sich der Umsatzdruck abschwächt — und ob das Unternehmen das verbleibende Rückkaufvolumen bis zum Teilprogramm-Ende am 4. Mai noch vollständig ausschöpft.
Novo Nordisk-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Novo Nordisk-Analyse vom 31. März liefert die Antwort:
Die neusten Novo Nordisk-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Novo Nordisk-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Novo Nordisk: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


