Der dänische Pharmagigant Novo Nordisk stellt sich heute seinen Aktionären auf der Hauptversammlung in Kopenhagen. Die Stimmung dürfte angespannt sein, denn das Unternehmen kämpft mit einem beispiellosen Preisverfall bei seinen wichtigsten Blockbustern. Ein weitreichendes Abkommen mit der US-Regierung zwingt den Konzern zu massiven Rabatten bei seinen Abnehmspritzen und drückt schwer auf die Umsatzprognosen.
Rabatte drücken auf die Bilanz
Verantwortlich für die trüben Aussichten ist vor allem der amerikanische Markt. Durch die sogenannte „Most Favored Nations“-Vereinbarung mit der US-Regierung stürzen die Preise für die Kassenschlager Wegovy und Ozempic im staatlichen Direktvertrieb von über 1.000 US-Dollar auf nur noch 350 US-Dollar pro Monat ab. Diese Dynamik hinterlässt bereits Spuren in den Büchern. Im vierten Quartal 2025 schrumpfte der währungsbereinigte Umsatz um zwei Prozent, während der operative Gewinn um vier Prozent zurückging. Das Management rechnet damit, dass sich dieser Trend im laufenden Jahr durch Kürzungen bei Medicaid und den harten Wettbewerb mit Eli Lilly noch verschärfen wird.
Dividende und Aktienrückkäufe laufen weiter
Als finanziellen Ausgleich hält das Unternehmen an seiner Ausschüttungspolitik fest. Auf der heutigen Agenda steht die formelle Genehmigung einer erhöhten Dividende von 7,95 Dänischen Kronen, was einem Anstieg von 2,6 Prozent entspricht. Für in Kopenhagen gelistete Papiere fällt der Ex-Dividenden-Tag auf den morgigen 27. März. Parallel stützt ein laufendes Aktienrückkaufprogramm im Gesamtvolumen von bis zu 15 Milliarden Kronen den Kurs. Zudem stimmen die Anteilseigner über eine Erneuerung des Verwaltungsrats ab, bei der Lars Rebien Sørensen als Vorsitzender bestätigt werden soll und drei neue Mitglieder zur Wahl stehen.
Hoffnung ruht auf der Pipeline
Langfristig soll die Forschung den Weg aus der Wachstumsdelle weisen. CEO Mike Doustdar setzt große Erwartungen in die Markteinführung des neuen Kombinationspräparats CagriSema sowie der Hämophilie-Therapie Mim8. Zudem stehen wichtige Studiendaten für Behandlungen von Sichelzellanämie und chronischen Nierenerkrankungen an. Der anhaltende Preisdruck spiegelt sich deutlich im Chartbild wider: Seit Jahresbeginn hat das Papier bereits gut 29 Prozent an Wert verloren und notiert mit 31,68 Euro nur knapp über seinem 52-Wochen-Tief. Das laufende Aktienrückkaufprogramm, dessen aktuelle Tranche noch bis zum 4. Mai umgesetzt wird, bildet vorerst die wichtigste Stütze gegen weitere Kursverluste.
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