Novo Nordisk hat eine ereignisreiche Woche hinter sich. Auf dem Jahreskongress der American Diabetes Association in New Orleans präsentierte der dänische Pharmakonzern ein breites Paket klinischer Daten — mit einem klaren Highlight und einem Kandidaten, der weiter unter Druck steht.
Zenagamtide überzeugt in Phase 2
Der neue Wirkstoff Zenagamtide lieferte bemerkenswerte Ergebnisse. In einer Phase-2-Studie über 36 Wochen reduzierten Patienten mit Typ-2-Diabetes auf der höchsten Dosis von 40 mg ihren HbA1c-Wert um durchschnittlich 1,71 Prozentpunkte. Fast 89 Prozent dieser Gruppe erreichten den klinisch relevanten Schwellenwert von unter 7 Prozent. Das Körpergewicht sank um 14,6 Prozent.
Novo Nordisk plant, Phase 3 in der zweiten Jahreshälfte 2026 zu starten. Erste Ergebnisse sind frühestens 2028 zu erwarten.
CagriSema: Ziele erreicht, Konkurrenz bleibt stark
Das REIMAGINE-Programm für CagriSema erfüllte seine primären und sekundären Endpunkte. In der REIMAGINE-1-Studie erzielte CagriSema 2,4 mg/2,4 mg eine HbA1c-Reduktion von 2,33 Prozentpunkten und eine Gewichtsabnahme von 12,0 Prozent gegenüber Placebo. Die Ergebnisse erschienen zeitgleich im Lancet und im Lancet Diabetes & Endocrinology.
Allerdings bleibt ein Problem bestehen. Im direkten Vergleich mit Tirzepatid — der REDEFINE-4-Studie — erzielte CagriSema zwar 23 Prozent Gewichtsverlust nach 84 Wochen, verfehlte aber den primären Endpunkt der Nicht-Unterlegenheit. Eine behördliche Entscheidung zum REIMAGINE-Programm erwartet Novo Nordisk für das vierte Quartal 2026.
Rückkaufprogramm läuft, Kurs hinkt hinterher
Parallel zu den Pipeline-Neuigkeiten kauft Novo Nordisk eigene Aktien zurück. Seit dem 4. Februar 2026 erwarb das Unternehmen rund 18,8 Millionen B-Aktien zu einem Durchschnittspreis von 264,32 DKK. Der Gesamtwert dieser Transaktionen liegt bei knapp 5 Milliarden DKK. Das Gesamtprogramm umfasst bis zu 15 Milliarden DKK über zwölf Monate.
Den Kurs hat das bislang kaum gestützt. Die Aktie schloss am Freitag bei 38,03 Euro — rund 46 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 70,13 Euro aus dem Juni 2025. Der 200-Tage-Durchschnitt bei 41,43 Euro liegt noch 8 Prozent über dem aktuellen Kurs und dürfte als technischer Widerstand wirken.
Der operative Ausblick bleibt gedämpft. Nach den Q1-Zahlen im Mai hob Novo Nordisk die Prognose leicht an: Das bereinigte Umsatzwachstum soll nun zwischen minus 4 und minus 12 Prozent liegen, das bereinigte operative Ergebnis im gleichen Korridor. Preisdruck, politische Risiken und auslaufende Patente belasten weiterhin.
Der nächste konkrete Termin ist der 5. August 2026 — dann veröffentlicht Novo Nordisk die Zahlen für das zweite Quartal, vor Marktöffnung.
Novo Nordisk-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Novo Nordisk-Analyse vom 14. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Novo Nordisk-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Novo Nordisk-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Novo Nordisk: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


