Novo Nordisk: Dr. Reddy’s startet Ozempic-Generikum in Kanada

Kanada lässt erstes Ozempic-Generikum zu, während Novo Nordisk vor Quartalszahlen mit Kursverlusten kämpft.

Novo Nordisk Aktie
Kurz & knapp:
  • Erstes Ozempic-Generikum in Kanada zugelassen
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn fast 20 Prozent
  • Quartalszahlen am 6. Mai erwartet
  • Positive Studiendaten zu Sichelzellkrankheit

Kanada lässt das erste Generikum für den Kassenschlager Ozempic zu. Für Novo Nordisk kommt dieser Vorstoß zur Unzeit. Am 6. Mai präsentiert der dänische Pharmakonzern seine Quartalszahlen. Die Aktie steht ohnehin massiv unter Druck. Seit Jahresbeginn verlor das Papier fast 20 Prozent an Wert. Der aktuelle Kurs von rund 36 Euro liegt weit unter dem 52-Wochen-Hoch.

Der kanadische Testmarkt

Die Gesundheitsbehörde Health Canada hat eine Nachahmerversion von Dr. Reddy’s Laboratories autorisiert. Das Präparat zielt ausschließlich auf Typ-2-Diabetes ab. Die Behörde klammert das Abnehmmedikament Wegovy explizit aus. Kanada ist der weltweit zweitgrößte Markt für den Wirkstoff Semaglutid. Der Patentschutz von Novo Nordisk lief dort bereits Anfang Januar aus.

Weitere Konkurrenten stehen in den Startlöchern. Sandoz und Teva haben ebenfalls Anträge eingereicht. Sandoz plant den Marktstart noch im Juni. Marktbeobachter erwarten deutliche Preissenkungen. Ein einzelnes Generikum drückt den Preis erfahrungsgemäß auf 75 Prozent des Originals. Bei drei Anbietern fällt er oft auf 35 Prozent.

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Analyst Evan Seigerman von BMO Capital Markets sieht darin einen wichtigen Testlauf. Investoren werden genau beobachten, wie sich das Original gegen die Generika behauptet. Eine globale Bedrohung sieht Seigerman aktuell nicht. Die wichtigen US-Patente laufen erst in den frühen 2030er-Jahren aus. Der amerikanische Kernmarkt bleibt vorerst geschützt. Ein wichtiges Signal.

Aktienrückkauf und schwache Prognosen

Parallel dazu schließt Novo Nordisk ein laufendes Aktienrückkaufprogramm ab. Bis zum 4. Mai erwirbt der Konzern eigene B-Aktien im Wert von bis zu 3,8 Milliarden Dänischen Kronen. Diese Tranche ist Teil eines größeren, milliardenschweren Rückkaufplans.

Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf den kommenden Montag. Analysten erwarten für das erste Quartal einen Gewinnrückgang von rund fünf Prozent. Novo Nordisk hatte zuvor bereits eine schwache Jahresprognose ausgegeben. Der Bericht liefert erste handfeste Daten zum aktuellen Preisdruck.

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Pipeline-Erfolge als Gegengewicht

Abseits des harten Wettbewerbs bei Abnehmpräparaten meldet das Unternehmen Fortschritte. Die Forschungspipeline für seltene Krankheiten liefert positive Daten. Der Wirkstoff Etavopivat überzeugte in einer Phase-3-Studie zur Sichelzellkrankheit.

Das Medikament reduzierte schmerzhafte Krisen um 27 Prozent. Die Zeit bis zum ersten Vorfall verdoppelte sich fast im Vergleich zum Placebo. Novo Nordisk plant die Zulassungsanträge für die zweite Jahreshälfte.

Am 6. Mai vor US-Börseneröffnung legt Novo Nordisk die Bücher offen. Ein RSI-Wert von 23 signalisiert aktuell eine stark überverkaufte Aktie. Neben den reinen Gewinnzahlen achten Investoren auf ein spezifisches Detail. Die Verkaufszahlen der oralen Wegovy-Version gelten als entscheidender Indikator für die künftige Marktposition.

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