Nu Holdings Aktie: 1 Milliarde Rückkauf bis Juni 2027

Nu Holdings startet ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm, um das Vertrauen in die gesunkene Aktie zu stärken.

Nu Holdings Aktie
Kurz & knapp:
  • Rückkauf über eine Milliarde US-Dollar
  • Programm läuft zwölf Monate
  • Finanzierung aus eigenen Barmitteln
  • Kurs seit Jahreshoch um ein Drittel gefallen

Nach einem deutlichen Kursrutsch greift Nu Holdings tief in die eigene Tasche. Der Verwaltungsrat hat ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu eine Milliarde US-Dollar freigegeben. Das Management will Stärke demonstrieren. Die Botschaft: Die gesunkenen Kurse bieten eine Einstiegschance.

Flexibilität und Finanzierung

Das Programm läuft seit dem 4. Juni 2026 für exakt zwölf Monate. Im Fokus stehen die Class-A-Stammaktien am offenen Markt. Eine feste Abnahmegarantie gibt das Management allerdings nicht. Der Rückkauf lässt sich jederzeit aussetzen oder beenden.

Das Unternehmen finanziert die Maßnahme komplett aus eigenen Barmitteln und künftigen Gewinnen. Parallel dazu treibt das Fintech seine Expansion in Brasilien, Mexiko und den USA voran. Diese Investitionen in künftiges Wachstum bleiben laut Unternehmensangaben vollständig gedeckt. Das ist ein wichtiges Signal für den kapitalintensiven Digital-Banking-Sektor.

Starke Zahlen stützen den Plan

Die Basis für diesen Schritt liefern die jüngsten Quartalszahlen. Anfang 2026 durchbrach der Umsatz erstmals die Marke von fünf Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn kletterte deutlich auf 871 Millionen US-Dollar.

Auch die Kundengelder sprudeln. Die Einlagen wuchsen auf gut 42 Milliarden US-Dollar an. Das Kreditportfolio legte im Jahresvergleich um 40 Prozent zu. Das operative Geschäft generiert folglich genug Barmittel für den milliardenschweren Rückkauf.

Kurs bleibt unter Druck

An der Börse spiegelt sich diese operative Stärke derzeit nicht wider. Am Donnerstag schloss die Aktie bei 10,44 Euro. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Minus von rund 15 Prozent auf der Anzeigetafel.

Damit notiert das Papier ein Drittel unter dem Jahreshoch vom Januar. Vom Tiefpunkt Anfang Juni konnte sich der Kurs nur leicht erholen. Auch technisch bleibt das Bild angeschlagen. Der Preis liegt fast 20 Prozent unter der wichtigen 200-Tage-Linie.

Das neue Rückkaufprogramm bietet nun eine doppelte Chance. Es stützt den Kurs durch zusätzliche Nachfrage. Die Folge: ein höherer Gewinn je Aktie für die verbleibenden Anteilseigner. Bis spätestens Juni 2027 hat das Management nun Zeit, das genehmigte Milliardenbudget strategisch am Markt einzusetzen.

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