Nvidia Aktie: 20. Mai bringt 79-Milliarden-Test

Peking blockiert Nvidias Chip-Lieferungen trotz US-Exportgenehmigung. Analysten uneins über Aktienbewertung vor den Quartalszahlen am 20. Mai.

Nvidia Aktie
Kurz & knapp:
  • China blockiert H200-Chip-Lieferungen
  • Analysten heben Kursziele an
  • UBS warnt vor Überbewertung
  • Quartalszahlen am 20. Mai erwartet

Im Gepäck hatte Jensen Huang eigentlich gute Nachrichten für seine chinesischen Kunden. Der Nvidia-Chef reiste in dieser Woche kurzfristig mit der offiziellen US-Delegation nach Peking. Washington hatte den Export zehntausender KI-Chips vom Typ H200 an Konzerne wie Alibaba und Tencent frisch genehmigt. Geliefert wird aktuell trotzdem nicht.

Pekings Veto bremst das China-Geschäft

Chinesische Behörden blockieren laut Berichten die Abwicklung der Aufträge. Die Regierung in Peking priorisiert offenbar den Aufbau einer rein heimischen KI-Infrastruktur. Der bilaterale Gipfel endete am 16. Mai ohne einen Durchbruch bei den Halbleiter-Exportkontrollen. Für Nvidia verkompliziert sich das Geschäft im einst wichtigsten Wachstumsmarkt weiter. Im vergangenen Geschäftsjahr steuerte China noch knapp 19,7 Milliarden US-Dollar zum Konzernumsatz bei. Das entsprach einem Anteil von 9,1 Prozent.

Analysten heben Kursziele an

Ungeachtet der geopolitischen Hürden bleiben viele Marktbeobachter optimistisch. Die Bank of America hob ihr Kursziel auf 320 US-Dollar an und verweist auf ein gigantisches künftiges Marktvolumen für KI-Rechenzentren. TD Cowen sieht die Aktie bei 275 US-Dollar fair bewertet, getrieben von anhaltend hohen Investitionen der Cloud-Anbieter.

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Die Schweizer Großbank UBS mahnt hingegen zur Vorsicht. Sie stuft mehrere große Halbleiterwerte als überkauft ein. Als potenziellen Risikofaktor bei Nvidia identifizieren die Analysten die extrem hohe Cashflow-Rendite (CFROI) von 82 Prozent.

Fokus auf den Quartalszahlen

Am 20. Mai legt Nvidia nach US-Börsenschluss die Ergebnisse für das abgelaufene Quartal vor. Analysten erwarten einen Umsatz von knapp 79 Milliarden US-Dollar. Das entspräche einem Wachstum von fast 79 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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Im Mittelpunkt stehen dabei drei konkrete Faktoren:
* Ausblick: Die Prognose für das laufende Quartal muss den Marktkonsens von rund 86 Milliarden US-Dollar erreichen, um die Wachstumsstory zu stützen.
* Produktion: Investoren erwarten Details zum Hochlauf der neuen Blackwell-Plattform und dem Übergang zur Vera-Rubin-Architektur.
* Kundenbudgets: Updates zu den Investitionsplänen von Großkunden wie Microsoft und Meta geben die Richtung für die künftige Hardware-Nachfrage vor.

Die Aktie ging am Freitag bei 193,90 Euro aus dem Handel. Trotz leichter Tagesverluste summiert sich das Kursplus seit Jahresbeginn auf über 20 Prozent. Mit dem anstehenden Ausblick liefert das Management den entscheidenden Impuls, ob der Titel sein jüngstes 52-Wochen-Hoch bei gut 201 Euro zeitnah durchbrechen kann.

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