Peking lockert den Zugriff auf Nvidias H200-Chips. Das reicht, um dem Kurs zum Wochenschluss kräftig Auftrieb zu geben. Am Freitag stieg die Aktie um 4,04 Prozent auf 184,60 Euro.
Chinas bedingte Freigabe
Laut Marktberichten vom 10. Juli 2026 hat Peking großen heimischen Techkonzernen wie Alibaba, ByteDance und DeepSeek signalisiert: Sie können unter Auflagen Nvidias H200-Prozessoren beziehen. Die Gesamtmenge bleibt auf unter 200.000 Einheiten gedeckelt.
Für einen Markt, der wegen Exportbeschränkungen praktisch eingefroren war, ist das trotzdem ein Bruch. Firmen müssen ihren Bedarf konkret begründen und die benötigte Stückzahl rechtfertigen. Investoren werten die Quote als Testlauf für eine mögliche Normalisierung des Handels mit High-End-Halbleitern.
Milliardeninvestition in Australien, Rückenwind aus Korea
Parallel zur China-Nachricht baut Nvidia sein Ökosystem weiter aus. Der Konzern steckt 500 Millionen Dollar in das australische Cloud-Startup Firmus Technologies und führt damit eine Kapitalrunde über 2 Milliarden Dollar an. Ziel ist der Ausbau souveräner Cloud-Anbieter, die Nvidia-Hardware für lokale KI-Anwendungen nutzen.
Zusätzlichen Rückenwind lieferte der erfolgreiche US-Börsengang von SK Hynix. Der südkoreanische Speicherhersteller ist ein zentraler Zulieferer für High Bandwidth Memory, das in Nvidias GPU-Architekturen steckt. Die positive Aufnahme des Debüts stärkt das Vertrauen in Nvidias Lieferkette – aktuell im Fokus: der Hochlauf der Blackwell-Plattform.
Analysten bleiben auf Kurs
Nach mehreren Investorengesprächen mit dem Nvidia-Management äußern sich Analysten weiter zuversichtlich. Morgan Stanley bestätigt sein Overweight-Rating, nennt Nvidia den „Top Pick“ im Halbleitersektor und hebt das Kursziel auf 288 Dollar an. Begründet wird das mit einer zunehmend diversifizierten Wachstumsgeschichte und dem Vertrauen des Managements in die Nachfragedauer.
TD Cowen bestätigt nach Gesprächen mit CEO Jensen Huang und CFO Colette Kress sein Buy-Rating mit einem Kursziel von 275 Dollar. Das Management betonte demnach: Die Nachfrage nach KI-Rechenleistung sei nicht durch fehlenden Appetit begrenzt, sondern durch die Verfügbarkeit. Die Preise für Cloud-Verträge blieben stabil auf hohem Niveau.
Charttechnik: Erholung, aber noch Luft nach oben
Die Rally vom Freitag hat das kurzfristige Bild spürbar verbessert. Der Kurs notiert nun 1,87 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt von 181,22 Euro und mit einem RSI von 58,6 im oberen neutralen Bereich. Zum Rekordhoch von 202,50 Euro aus Mitte Mai fehlen noch 8,84 Prozent, zum Jahrestief von 140,30 Euro liegen bereits 31,58 Prozent dazwischen.
Auf Jahressicht steht damit ein Plus von 14,59 Prozent zu Buche. Die Marktkapitalisierung liegt umgerechnet bei rund 4,3 Billionen Euro.
Terminplan für die neue Handelswoche
Mit Start der neuen Woche am 13. Juli 2026 rückt Südkorea in den Fokus. Gleich mehrere Termine könnten die Richtung vorgeben:
- Busan R&D Conference: So-young Jung, Chefin von Nvidia Korea, hält am 13. Juli eine Keynote zum Thema „Next Wave of New Industrial Revolution by AI Factory“ – mit Ausblick auf agentenbasierte KI und Recheninfrastruktur der nächsten Generation.
- Vera-Rubin-Auslieferungen: Die erste Charge der neuen Rubin-Architektur geht diesen Monat an große KI-Kunden. Blackwell bleibt zwar bis Ende 2026 für über 70 Prozent der High-End-GPU-Auslieferungen verantwortlich, doch die ersten Leistungsdaten aus Rubin-Installationen dürften genau beobachtet werden.
- Strategic Materials Conference: Vom 13. bis 15. Juli in San Jose stehen Fortschrittspackaging und HBM4-Zertifizierung auf der Agenda – Themen, die die Lieferkette der Branche bis 2027 prägen dürften.
Die China-Öffnung bleibt vorerst ein begrenztes Zugeständnis mit strengen Auflagen. Ob daraus eine dauerhafte Lockerung wird, entscheidet sich an der Umsetzung der Einzelfallprüfungen in den kommenden Wochen.
Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 12. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


