Nvidia erlebt gerade einen der dramatischsten Einbrüche seiner Unternehmensgeschichte. Was jahrelang als unantastbare Marktdominanz galt, ist binnen kurzer Zeit zu null kollabiert. CEO Jensen Huang musste eingestehen: Der Marktanteil bei High-End-KI-Chips in China ist von 95 Prozent auf praktisch null gefallen. Kann sich der Chipriese von diesem Schlag erholen?

Totaler Kollaps im Reich der Mitte

Die Zahlen sind brutal: Nvidia darf seine leistungsstärksten KI-Chips A100, H100 und H200 aufgrund verschärfter US-Exportkontrollen nicht mehr an chinesische Unternehmen verkaufen. Damit bricht ein Milliardenmarkt komplett weg.

Der Schaden geht weit über reine Umsatzverluste hinaus. Chinesische Konkurrenten wie Huawei nutzen das entstandene Vakuum aggressiv für sich. Zusätzlich treibt Chinas nationaler Push für Halbleiter-Selbstständigkeit die Abkehr von amerikanischer Technologie voran. Selbst die speziell für den chinesischen Markt angepassten, weniger leistungsstarken Nvidia-Chips stehen vor erheblichen Hürden.

Analysten bleiben überraschend optimistic

Trotz des China-Desasters halten manche Experten an ihrer bullischen Einschätzung fest. Die HSBC hob ihr Kursziel sogar auf 320 Dollar an. Die Begründung: Der globale Markt für KI-Prozessoren außerhalb Chinas wächst rasant, und wichtige Zulieferer erhöhen ihre Produktionskapazitäten.

Die wichtigsten Fakten:
• Nvidia-Marktanteil in China: von 95% auf null gefallen
• Exportverbot für A100, H100 und H200 Chips
• HSBC-Kursziel: 320 Dollar
• Chinesische Konkurrenten übernehmen den Markt

Der Markt ringt derzeit mit diesen widersprüchlichen Signalen: Totalausfall in einem Schlüsselmarkt versus optimistische Wachstumsprognosen im Rest der Welt. Die Aktie steht vor einer Richtungsentscheidung.