Der Krieg im Nahen Osten trifft Nvidia an einer unerwarteten Stelle: nicht durch sinkende Nachfrage, sondern durch eine fragile Energieversorgung auf Taiwan. Die Aktie steht allein in den vergangenen 30 Tagen rund 12% im Minus — und die eigentliche Belastung könnte noch kommen.
Warum Taiwan im Fokus steht
Über 90% von Nvidias Chips, darunter die Blackwell-Generation, werden von TSMC in Taiwan gefertigt. Das Problem: Rund 90% des taiwanischen Stromnetzes hängen an Erdgas. Katar lieferte bisher ein Drittel des taiwanischen Flüssiggases — diese Lieferungen sind durch den Konflikt faktisch zum Erliegen gekommen.
Die Behörden in Taipeh haben versichert, alternative Lieferanten für März, April und die erste Maihälfte gesichert zu haben. Für einen Notfall hält Taiwan allerdings nur elf Tage LNG-Reserven vor. Ein plötzlicher Versorgungsausfall würde TSMC direkt treffen — das Unternehmen verbraucht allein rund 10% des gesamten taiwanischen Stroms.
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Ein zweites Problem ist Helium. Die Schließung der Straße von Hormuz blockiert den Zugang zu Katars Heliumexporten, die ein Drittel des globalen Angebots ausmachen. Helium ist in der Halbleiterfertigung unverzichtbar.
Starke Zahlen als Puffer
Nvidias Geschäftszahlen bieten vorerst einen gewissen Schutzwall. Im vierten Quartal des Fiskaljahres 2026 erzielte das Unternehmen einen Rekordumsatz von 68,1 Milliarden Dollar — ein Plus von 73% gegenüber dem Vorjahresquartal. Für das Gesamtjahr kletterten die Erlöse auf 215,9 Milliarden Dollar, angetrieben vor allem vom Rechenzentrumsgeschäft mit 197,3 Milliarden Dollar. Die Bruttomarge lag bei rund 71%.
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Auf der GTC 2026 kündigte CEO Jensen Huang zudem an, die Verkäufe des H200-Prozessors nach China wieder aufnehmen zu wollen — erstmals seit mehreren Quartalen. Bemerkenswert dabei: Die eigene Umsatzprognose für das erste Quartal des Fiskaljahres 2027 von 78 Milliarden Dollar enthält keinerlei China-Erlöse. Jeder Verkauf dorthin wäre also zusätzliches Aufwärtspotenzial.
Was am 20. Mai entschieden wird
Die entscheidende Variable ist die Dauer des Konflikts. Taiwan arbeitet an einer längerfristigen Diversifizierung seiner Energieversorgung — unter anderem durch verstärkte US-Importe und die mögliche Reaktivierung abgeschalteter Atomkraftwerke. TSMC selbst betont, der Betrieb laufe normal.
Am 20. Mai legt Nvidia die nächsten Quartalszahlen vor. Bis dahin wird sich zeigen, ob die Lieferkettenrisiken konkret auf Produktion oder Nachfrage durchschlagen — oder ob die starke Fundamentallage die Unsicherheit weiter abfedert.
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