Während die Welt auf die nächsten Quartalszahlen von Nvidia wartet, baut der Chip-Gigant im Hintergrund sein globales Netzwerk massiv aus. Im Zentrum steht dabei das australische Start-up Firmus, das mit frischem Kapital sogenannte KI-Fabriken hochzieht. Die jüngste Finanzierungsrunde offenbart Nvidias strategische Ziele im asiatisch-pazifischen Raum und bereitet gleichzeitig den Boden für die nächste Hardware-Architektur.
Strategischer Ausbau in Australien
Das von Nvidia unterstützte Infrastruktur-Unternehmen Firmus hat sich weitere 505 Millionen US-Dollar an Eigenkapital gesichert. Damit steigt die Bewertung des Start-ups auf 5,5 Milliarden US-Dollar. Die von Coatue Management angeführte Runde ist bereits die dritte Kapitalbeschaffung innerhalb eines halben Jahres. Das Geld fließt direkt in den Aufbau lokaler Rechenzentren in Australien.
Dieser Schritt fügt sich nahtlos in die Vision von Nvidia-CEO Jensen Huang ein. Er propagiert den Aufbau sogenannter „souveräner KI“, bei der nationale Daten die Landesgrenzen nicht verlassen. Für Firmus markiert die Finanzierung, die auf eine Kreditlinie von zehn Milliarden US-Dollar durch Blackstone im Februar folgt, einen wichtigen Meilenstein. Bereits am heutigen Dienstag starten die ersten Präsentationen für einen geplanten Börsengang im Sommer, der weitere zwei Milliarden US-Dollar in die Kassen spülen soll.
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Bühne frei für Vera Rubin
Die neuen australischen Rechenzentren dienen Nvidia als wichtiges Schaufenster für kommende Technologien. Firmus wird beim Bau seiner Anlagen auf das „Vera Rubin DSX“-Design setzen. Hinter dem Codenamen Rubin verbirgt sich Nvidias nächste Chip- und Systemgeneration, deren Auslieferung für die zweite Jahreshälfte geplant ist.
Die technologischen Versprechen der neuen Architektur sind groß. Im Vergleich zur aktuellen Blackwell-Generation sollen die Kosten für das Ausführen von KI-Modellen um bis zu den Faktor zehn sinken. Neben regionalen Akteuren wie Firmus stehen auch die großen Cloud-Anbieter wie AWS, Google Cloud und Microsoft bereits in den Startlöchern für die neue Hardware.
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Günstige Bewertung trotz Rekordzahlen
Abseits der strategischen Expansion präsentiert sich die Nvidia-Aktie derzeit in einer interessanten Ausgangslage. Nach einem Rücksetzer von den Höchstständen Ende 2025 wird das Papier aktuell mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp über 21 gehandelt. Damit gehört der Titel historisch betrachtet zu den günstiger bewerteten Werten an der Wall Street.
Für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 peilt das Management einen Umsatz von 78 Milliarden US-Dollar an. Einnahmen aus dem chinesischen Rechenzentrumsgeschäft sind in dieser Prognose allerdings nicht enthalten. Zwar läuft die Produktion der H200-Chips für den dortigen Markt wieder an, US-Exportbeschränkungen bremsen den Handel jedoch weiterhin.
Am 27. Mai 2026 wird Nvidia nach US-Börsenschluss seine Quartalsergebnisse vorlegen. Dieser Termin wird konkrete Zahlen liefern, wie stark sich die Nachfrage nach lokaler KI-Infrastruktur und Projekten wie Firmus bereits in den Bilanzen des Chip-Entwicklers niederschlägt.
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