Nvidia Aktie: Trotz Rekord abgestraft

Trotz überzeugender Quartalsergebnisse verliert die Nvidia-Aktie deutlich an Wert. Marktteilnehmer zweifeln an der Nachhaltigkeit der KI-Investitionen und sehen neue Konkurrenz durch DeepSeek.

Nvidia Aktie
Kurz & knapp:
  • Starke Quartalszahlen werden nicht honoriert
  • Aktie verliert sechs Prozent an einem Tag
  • Sell-on-News-Effekt und Überbewertungsängste
  • Hedgefonds-Manager reduziert Nvidia-Position

Die Nvidia-Aktie erlebte am 27. Februar 2026 einen turbulenten Handelstag. Trotz glänzender Quartalszahlen vom Vorabend brach der Titel im Tagesverlauf um 6 Prozent ein und zog den gesamten Technologiesektor mit in die Tiefe. Der Nasdaq verlor 1,2 Prozent, während der S&P 500 um 0,5 Prozent nachgab.

Zahlen top, Reaktion flop

Die am Vorabend vorgelegten Ergebnisse hätten eigentlich Anlass zur Freude geben müssen: Nvidia meldete Rekordumsätze und übertraf die Markterwartungen beim Umsatz im laufenden Quartal deutlich. Die Gewinnmargen konnten auf dem bereits hohen Niveau perspektivisch noch weiter zulegen. Nach den wochenlangen Seitwärtsbewegungen liegt die Bewertung sogar unter dem Niveau vom Allzeithoch bei 207,03 Dollar, das am 29. Oktober 2025 markiert wurde.

Doch die Börse honorierte die Leistung nicht. Nachbörslich gelang der Aktie zunächst der Sprung über die 200-Dollar-Marke, doch bereits im Conference Call begannen die Gewinne zu bröckeln. Mit Handelsbeginn an der Wall Street beschleunigte sich der Abverkauf massiv.

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Überbewertungs-Sorgen drücken auf Stimmung

Marktteilnehmer zweifeln zunehmend daran, ob das hohe Investitionsniveau der großen Tech-Konzerne in KI-Infrastruktur dauerhaft aufrechtzuerhalten ist. Mit einer Marktkapitalisierung von annähernd 5 Billionen Dollar und einer Nasdaq-100-Gewichtung von 13 Prozent hat Nvidia enormen Einfluss auf das Gesamtmarktgeschehen. Der Abverkauf erinnerte an den November 2025, als die Aktie nach Quartalszahlen ebenfalls einem „Sell on news“ zum Opfer fiel.

Verschärft wird die Lage durch DeepSeek: Das chinesische Unternehmen bereitet den Launch seines neuen Flaggschiff-Modells V4 vor – ohne Nvidia-Chips zur Leistungsoptimierung einzusetzen. Nach dem ersten DeepSeek-Schock Anfang 2025 könnte dies erneut Druck auf die Bewertungen im KI-Sektor ausüben.

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Profi-Investoren drehen das Portfolio um

Hedgefonds-Manager David Tepper reduzierte laut SEC-Filing vom 17. Februar 2026 seine Nvidia-Position im vierten Quartal 2025 um über 10 Prozent. Gleichzeitig verdreifachte er seine Beteiligung am Speicherchiphersteller Micron von 500.000 auf 1,5 Millionen Aktien. Auch die Positionen bei den Cloud-Konzernen Alphabet (plus 29 Prozent), Meta (plus 62 Prozent) und Microsoft (plus 8 Prozent) wurden deutlich aufgestockt.

Die Botschaft: Tepper setzt weiter auf KI, aber verschiebt sein Portfolio von den Chipentwicklern zu den Unternehmen, die KI-Chips in großem Stil kaufen und einsetzen. Micron als HBM-Speicherlieferant und Taiwan Semiconductor als Auftragsfertiger profitieren unabhängig davon, welcher Chipentwickler das Rennen macht.

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