Ölpreise fallen unter 100 Dollar nach US-Iran-Gesprächen

Brent verbilligt sich nach neuen US-Iran-Gesprächen und zusätzlichem saudischem Angebot. US-Lagerdaten könnten den Rückgang weiter stützen.

KI-generiertes Symbolbild
Symbolbild, KI-generiert
Kurz & knapp:
  • Brent fällt auf 98,30 Dollar
  • Direkter US-Iran-Austausch seit Monaten
  • Saudi-Pipeline wieder hochgefahren
  • US-Rohölvorräte steigen um 1,8 Millionen Barrel

Die Ölpreise setzen ihre Talfahrt am Mittwoch fort. Erstmals seit zwei Wochen schloss die Nordseesorte Brent wieder unter der Marke von 100 Dollar. Dahinter steht eine doppelte Entlastung: Unerwartete diplomatische Annäherungen zwischen den USA und dem Iran dämpfen die Furcht vor einer Eskalation, während Saudi-Arabien eine zentrale Ausweichroute für seine Rohölexporte wieder in Betrieb nimmt.

Neuer Gesprächskanal in New York

Auslöser des Preisrückgangs sind Verhandlungen am Rande der UN-Generalversammlung. Vertreter der beiden Kriegsparteien kamen dort zu einem dreistündigen Treffen zusammen. Es war der erste direkte Austausch seit Monaten.

US-Präsident Donald Trump sprach im Anschluss von einer guten Dynamik für eine Einigung. Händler preisen die Chance auf eine diplomatische Beilegung des seit sieben Monaten andauernden Konflikts umgehend ein. Im frühen Mittwochshandel gab der Preis für ein Barrel Brent zur November-Lieferung um knapp ein Prozent auf 98,30 Dollar nach. Bleibt der Kurs im Minus, wäre dies der sechste Verlusttag in Folge.

Saudische Pipeline entlastet das Angebot

Parallel dazu entspannt sich die Lage an den Versorgungsrouten im Nahen Osten. Saudi-Arabien hat die Transporte über seine strategisch wichtige Ost-West-Pipeline wieder hochgefahren. Eine Beschädigung durch Drohnenangriffe am 11. September hatte den Betrieb der Leitung zum Roten Meer vorübergehend gestoppt.

Über diese Verbindung kann das Königreich bis zu vier Millionen Barrel Rohöl pro Tag zum Hafen Yanbu leiten. Damit umgeht Riad das Nadelöhr der Straße von Hormus, deren Schiffsverkehr durch die Kriegshandlungen beeinträchtigt ist. Zusätzliches Angebot kommt aus dem Irak, der seine Ausfuhren zuletzt auf mehr als drei Millionen Barrel pro Tag ausweitete.

Der Druck auf die Notierungen verstärkte sich am Mittwoch durch Daten aus den USA. Schätzungen aus der Industrie verzeichneten für die Woche bis zum 18. September einen Zuwachs der landesweiten Rohölvorräte um 1,8 Millionen Barrel. Bestätigen die offiziellen Daten der US-Energiebehörde diesen Aufbau am Nachmittag, dürfte das den Abwärtstrend kurzfristig stützen.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.