Ölpreise geben am vierten Handelstag in Folge nach

Brent verbilligt sich den vierten Handelstag nacheinander auf 102,05 Dollar. Gespräche könnten Versorgungssorgen vorerst weiter dämpfen.

KI-generiertes Symbolbild
Symbolbild, KI-generiert
Kurz & knapp:
  • Brent verliert 1,75 Prozent
  • Preis sinkt auf 102,05 Dollar
  • Trump stellt Iran-Treffen in Aussicht
  • Neue Sanktionen treffen russische Energieexporte

Hoffnungen auf diplomatische Fortschritte im Nahen Osten drücken die Notierungen am Rohstoffmarkt. Zum Auftakt der neuen Handelswoche gab der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November um 1,75 Prozent auf 102,05 Dollar nach. Marktteilnehmer blicken vor allem auf die Signale aus Washington, die eine Entspannung im Konflikt zwischen den USA und dem Iran in Aussicht stellen.

Diplomatie dämpft die Versorgungssorgen

Auslöser der jüngsten Entspannung an den Ölmärkten ist die Aussicht auf direkte Gespräche. US-Präsident Donald Trump stellte ein Treffen mit seinem iranischen Amtskollegen Massud Peseschkian in Aussicht. Die Zusammenkunft könnte am Rande der UN-Generalversammlung in New York stattfinden.

Parallel dazu plant Trump Gespräche mit Chinas Staatschef Xi Jinping sowie möglichen Vertretern von Staaten der Golfregion. Die Aussicht auf Verhandlungen nimmt vorerst die Risikoprämie aus dem Markt. Händler preisen ein, dass das Schlimmste bei der Verknappung des Angebots überstanden sein könnte.

Geopolitische Risiken bleiben bestehen

Die Lage bleibt allerdings unübersichtlich. Im Jemen dauern die schweren Gefechte zwischen der Huthi-Miliz und Regierungstruppen unvermindert an.

Hinzu kommt neuer Druck auf das russische Angebot. Trump unterzeichnete ein vom Parlament verabschiedetes Gesetz mit neuen Sanktionen gegen Moskau. Das Gesetzespaket zielt neben Politikern und Unternehmen ausdrücklich auf russische Öl- und Gasexporte ab.

Nach Einschätzung von Guotai Junan Futures dürfte sich der Brent-Preis vorerst um die Marke von 100 Dollar einpendeln. Für einen dauerhaften Abwärtstrend fehlen derzeit noch die grundlegenden Voraussetzungen. Die anstehenden Treffen in New York werden nun zeigen, ob den diplomatischen Signalen konkrete Schritte folgen.

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Felix Baarz arbeitet seit 2016 als Wirtschaftsjournalist und gehört zur Redaktion der YES Investmedia GmbH.Unter seinem Namen erscheinen auf Trading-Treff seit März 2025 Beiträge zu Aktien, Trading und Indizes sowie zu wirtschaftlichen Rahmenthemen. Schwerpunkte sind Rohstoffwerte sowie KI- und Technologiewerte.Quellen dieses Ressorts: Unternehmensmitteilungen und Pflichtveröffentlichungen, Geschäftsberichte und Quartalszahlen, Kurs- und Handelsdaten der Börsenplätze sowie Meldungen der Nachrichtenagenturen. Bei Index- und Trading-Themen zusätzlich die Zusammensetzung und Anpassungen der Indexanbieter sowie Terminmarktdaten; bei Technologie- und KI-Werten Produktankündigungen und Geschäftszahlen der Unternehmen.Einordnung: Analystenurteile und Kursziele erscheinen als Aussage der jeweiligen Häuser, nicht als Bewertung der Redaktion. Kurs- und Unternehmensangaben geben den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder.