Morgen legt der Bremer Raumfahrtkonzern seine Bücher für das abgelaufene Geschäftsjahr offen. Nach der vollständigen Übernahme der Tochter MT Aerospace und lukrativen Großaufträgen präsentieren die Norddeutschen eine völlig neue Bilanzstruktur. Gleichzeitig formiert sich in Europa eine gewaltige Konkurrenz-Allianz, die den künftigen Weg des Unternehmens maßgeblich prägen wird.
Ariane 6 und die Amazon-Millionen
Ein zentraler Faktor des anstehenden Jahresabschlusses ist die veränderte Konsolidierung. Seit Oktober 2025 gehört MT Aerospace komplett zu OHB. Das bedeutet, dass die Umsätze aus dem Produktionshochlauf nun in voller Höhe in die Konzernrechnung einfließen. Die Tochtergesellschaft fertigt wichtige Komponenten für die Ariane-6-Rakete, die im Februar ihren ersten kommerziellen Flug für Amazons Breitband-Netzwerk absolvierte.
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Mit 18 fest gebuchten Starts schlägt sich dieser historische Großauftrag nun direkt in den Zahlen nieder. Die operative Dynamik zeigte sich bereits im Vorfeld: In den ersten neun Monaten 2025 kletterte die Gesamtleistung der Gruppe um 21 Prozent auf 863,5 Millionen Euro, während der Auftragseingang um 24 Prozent zulegte.
Milliarden-Ziele gegen harte Konkurrenz
Das Management hat ehrgeizige Vorgaben formuliert. Bis 2028 soll die Gesamtleistung auf über zwei Milliarden Euro steigen, flankiert von einer EBITDA-Marge oberhalb der 12-Prozent-Marke. Treiber dieser Entwicklung sind steigende Budgets der europäischen Raumfahrtagentur ESA und der wachsende Verteidigungssektor. So sicherte sich die italienische Tochter kürzlich einen 81-Millionen-Euro-Vertrag für die RAMSES-Asteroidenmission.
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Allerdings wächst der Gegenwind auf dem Kontinent. Die geplante Fusion der Raumfahrtsparten von Airbus, Thales und Leonardo droht den Wettbewerbsdruck massiv zu verschärfen. Besonders beim strategisch wichtigen Bundeswehr-Projekt SATCOMBw, das langfristig ein Netzwerk aus über 1.000 Satelliten vorsieht, erfordert die aufkommende europäische Konkurrenz ein voraussichtlich noch monatelanges, anspruchsvolles Vergabeverfahren.
Um sich für die technologische Kernumsetzung und eine anvisierte Serienfertigung zu rüsten, hat OHB bereits im vergangenen Herbst ein Werk in Sachsen übernommen. Diese Expansion erfordert erhebliche Vorabinvestitionen. Die morgige Bilanzpressekonferenz am 19. März wird daher konkrete Belege liefern, ob die Liquiditätsposition stark genug ist, um die hohen Vorlaufkosten der vollen Projektpipeline aus eigener Kraft zu stemmen.
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