Mit der Bestätigung von Konsortiumsgesprächen für das neue Bundeswehr-Satellitennetzwerk bringt sich der Raumfahrtkonzern für ein Zehn-Milliarden-Euro-Projekt in Stellung. Parallel dazu weisen die vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Jahr auf ein deutliches Wachstum beim Auftragseingang hin. Kann die operative Entwicklung diese ambitionierten Expansionspläne stützen?
Das Zehn-Milliarden-Euro-Projekt
Vorgestern bestätigte das Management per Ad-hoc-Mitteilung laufende Gespräche über eine gemeinsame Bewerbung für das Rüstungsprogramm SATCOMBw Stufe 4. Medienberichten zufolge plant Airbus Defence and Space ein Konsortium mit Rheinmetall und OHB. Ziel ist der Aufbau einer unabhängigen Kommunikationsinfrastruktur für die Bundeswehr bis 2029, bestehend aus 100 bis 200 Satelliten im niedrigen Erdorbit. Das Gesamtvolumen des Projekts beläuft sich auf bis zu zehn Milliarden Euro.
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Die Rollenverteilung zeichnet sich bereits ab: Während Rheinmetall die militärische Systemintegration übernimmt, verantwortet der Bremer Konzern die Fertigung der Satelliten. Um die nötigen Kapazitäten für eine solche Serienproduktion zu sichern, kaufte das Unternehmen bereits im Oktober ein Werk in Sachsen.
Rekordaufträge stützen Expansionskurs
Die Basis für derartige Großprojekte bildet ein massiv gewachsener Auftragsbestand. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 kletterte der Auftragseingang um 24 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro. Der feste Auftragsbestand wuchs um 47 Prozent auf über 3,1 Milliarden Euro an. Treiber dieser Entwicklung sind steigende Budgets der Europäischen Weltraumorganisation ESA, der EU sowie eine wachsende Nachfrage im Verteidigungssektor.
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Dazu passen jüngste operative Erfolge wie der 81-Millionen-Euro-Vertrag für die ESA-Asteroidenmission RAMSES oder die kontinuierliche Beteiligung am Trägerprogramm Ariane 6. Entsprechend hob das Management die mittelfristigen Ziele an: Bis 2028 soll die Gesamtleistung auf über zwei Milliarden Euro steigen, bei einer angestrebten EBITDA-Marge von über 12 Prozent.
Blick auf die Bilanz
Ob die Profitabilität mit dem rasanten Auftragswachstum Schritt hält, zeigt sich am 19. März. An diesem Tag präsentiert das Unternehmen auf der Bilanzpressekonferenz den testierten Konzernabschluss für 2025. Angesichts der hohen Vorabinvestitionen für die geplante Satelliten-Serienfertigung und laufende Großprojekte rückt dabei vor allem die Liquiditätsentwicklung in den Mittelpunkt. Der Kapitalmarkt wird genau prüfen, inwieweit sich die vollen Auftragsbücher bereits in belastbaren Cashflows niederschlagen.
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