Der historische Flug zum Mond hat begonnen, auf dem Parkett herrscht allerdings Katerstimmung. Obwohl der Bremer Raumfahrtkonzern OHB wichtige Instrumente für die laufende NASA-Mission Artemis 2 liefert, reagierten Anleger am Tag des erfolgreichen Starts mit deutlichen Verkäufen. Ein technologischer Meilenstein traf hier auf die nüchterne Realität der Finanzmärkte.
Überraschende Schwäche zum Start
Während die Orion-Kapsel am Donnerstag erfolgreich vom Kennedy Space Center abhob, verlor die OHB-Aktie 7,36 Prozent auf 277,00 Euro. Dieser Rücksetzer fällt besonders im direkten Branchenvergleich auf. Airbus, als Lieferant des europäischen Service-Moduls ebenfalls maßgeblich an der Mission beteiligt, gab lediglich um 1,68 Prozent nach. Der französische Konkurrent Thales schloss nahezu unverändert mit einem minimalen Minus von 0,07 Prozent.
Gewinnmitnahmen statt Euphorie
Verantwortlich für den Kursrückgang waren vor allem zwei Faktoren. Zum einen belastete ein schwaches Marktumfeld den gesamten Technologiesektor. Der TecDAX verlor am Starttag zeitweise über 2,6 Prozent. Zum anderen nutzten Investoren das lang ersehnte Großereignis offenbar für Gewinnmitnahmen. Da die Beteiligung von OHB an der Artemis-Mission seit Langem eingepreist war, setzten Marktteilnehmer auf das bekannte Muster, bei Eintreffen der Nachricht Kasse zu machen. Unternehmensspezifische Negativmeldungen, die den überdurchschnittlichen Abschlag gegenüber Airbus rechtfertigen würden, fehlen gänzlich.
Der Fahrplan für die Folgejahre
Die aktuelle, auf zehn Tage angelegte Reise der vierköpfigen Crew dient nun als Bewährungsprobe für die gelieferten Bremer Instrumente. Funktioniert die Technik im All reibungslos, festigt dies die Position von OHB für die kommenden Phasen des NASA-Programms. Der Zeitplan für die nächsten Schritte steht bereits fest:
- Mitte 2027 (Artemis 3): Test des Andockmanövers im Erdorbit.
- 2028 (Artemis 4): Erste bemannte Mondlandung des Programms.
Die fehlerfreie Funktion der OHB-Komponenten während des aktuellen Vorbeiflugs am Mond bildet die zwingende Voraussetzung für verbindliche Aufträge bei diesen anstehenden Missionen.
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