Während die Bremer Raumfahrtexperten heute den erfolgreichen Abschluss der Artemis-II-Mondmission erwarten, braut sich auf der Erde massiver politischer Widerstand zusammen. Ein Bündnis aus 23 Rüstungs-Start-ups attackiert das geplante Zehn-Milliarden-Konsortium um OHB, Rheinmetall und Airbus. Der Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung gefährdet ein zentrales Element der langfristigen Wachstumsstrategie des Unternehmens.
Rückenwind aus dem All
Die für heute angesetzte Wasserung der Orion-Kapsel im Pazifik markiert einen wichtigen technologischen Meilenstein. Die OHB-Tochter MT Aerospace lieferte entscheidende Strukturbauteile für die Schwerlastrakete der NASA-Mission. Ein reibungsloser Abschluss stärkt die Verhandlungsposition für kommende Aufträge der Weltraumbehörden. Das operative Geschäft weist bereits eine hohe Dynamik auf. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 kletterte der Umsatz um 21 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro.
Druck auf das SATCOMBw-Konsortium
Auf politischer Ebene gerät der Konzern derweil in die Defensive. Das Mammutprojekt SATCOMBw 4 zur Satellitenkommunikation der Bundeswehr zieht scharfe Kritik auf sich. In einem Positionspapier an die Bundesregierung fordern die 23 jungen Rüstungsunternehmen eine garantierte Quote von mindestens 20 Prozent des Auftragsvolumens für den agilen Mittelstand. Sie werfen dem Großbündnis vor, den Markt gezielt abzuschotten. Für OHB steht bei dem auf bis zu zehn Milliarden Euro geschätzten Gesamtprojekt enorm viel auf dem Spiel.
Volle Bücher trotzen der Unsicherheit
Trotz der regulatorischen Risiken durch die laufende Prüfung des Bundeskartellamts weist die Bilanz historische Bestmarken aus. Ende des ersten Quartals summierte sich der Auftragsbestand auf den Rekordwert von 3,2 Milliarden Euro. Das Management strebt für das laufende Jahr eine EBITDA-Marge von rund 11 Prozent bei einer Gesamtleistung von 1,4 Milliarden Euro an.
Am 7. Mai 2026 präsentiert OHB die konkreten Zahlen für das erste Quartal. An diesem Termin muss das Management belegen, ob der ambitionierte Kurs auf über zwei Milliarden Euro Jahresumsatz bis 2028 intakt bleibt. Zudem erfordert der Abgabedruck durch Anteilsverkäufe des Minderheitsaktionärs KKR handfeste operative Resultate.
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