Rekordzahlen auf der einen Seite, ein Milliardenprojekt im Visier auf der anderen: OHB SE nutzt den Munich Space Summit diese Woche als Bühne, um die eigene Aufstellung zu demonstrieren. Der Bremer Raumfahrtkonzern präsentiert sich mit vollem Auftragsbuch — und klaren Ambitionen für das größte Einzelprojekt seiner Geschichte.
Der feste Auftragsbestand hat mit 3,19 Milliarden Euro ein historisches Hoch erreicht. Wesentlicher Treiber war der ESA-Vertrag über 248 Millionen Euro für 20 Kleinsatelliten im Rahmen des EPS-Sterna-Programms, der erst vergangene Woche unterzeichnet wurde. Das Projekt baut auf dem Arctic Weather Satellite auf, den OHB Sweden erfolgreich in die Umlaufbahn gebracht hatte — und zwar in nur drei Jahren von der Auftragsvergabe bis zum Start.
SATCOMBw: Zehn Milliarden Euro auf dem Tisch
Noch deutlich größer ist das Potenzial beim militärischen Satellitenkommunikationsprojekt SATCOMBw Stage 4. Das geschätzte Volumen von bis zu zehn Milliarden Euro würde jeden bisherigen Auftrag in der Unternehmensgeschichte in den Schatten stellen. OHB befindet sich in Gesprächen mit Rheinmetall über eine Konsortiumslösung: Rheinmetall würde die militärische Systemführung übernehmen, OHB die Satellitenfertigung und das Engineering.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei OHB SE?
Rückenwind kommt dabei von außen: Das ESA-Budget von 22,3 Milliarden Euro bis 2028 und steigende europäische Verteidigungsausgaben schaffen ein planbares Marktumfeld, das OHB strukturell begünstigt.
Operative Stärke und Produktionsausbau
Die Margen sprechen für sich. Die bereinigte EBITDA-Marge lag im vierten Quartal 2025 bei 11,6 Prozent — und übertraf damit bereits das Ganzjahresziel 2026 von elf Prozent. Um für einen möglichen Produktionsanstieg gerüstet zu sein, hat OHB seine Fertigungskapazitäten ausgebaut: Die verlagerte OHB Sweden AB sowie die frühere TechniSat-Fabrik in Schöneck, heute OHB Vogtland GmbH, sollen die Massenproduktion elektronischer Komponenten sichern.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei OHB SE?
CEO Marco Fuchs hat zudem anhaltenden Spekulationen über ein mögliches Delisting eine klare Absage erteilt. Die Börsennotierung stärke das Vertrauen öffentlicher Auftraggeber und sichere den Kapitalzugang — trotz des KKR-Einstiegs mit 28,6 Prozent und einem Streubesitz von nur 5,7 Prozent bleibt OHB damit börsengelistet.
Für 2026 peilt das Management eine Gesamtleistung von 1,4 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von rund elf Prozent an — und hat den Wachstumsausblick für die beiden Folgejahre zuletzt angehoben. Den nächsten konkreten Einblick liefern die Q1-Zahlen am 7. Mai 2026.
OHB SE-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue OHB SE-Analyse vom 25. März liefert die Antwort:
Die neusten OHB SE-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für OHB SE-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
OHB SE: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


