Die vollständige Übernahme der Tochtergesellschaft MT Aerospace zahlt sich für den Raumfahrtkonzern OHB sichtbar aus. Pünktlich zum Produktionshochlauf des europäischen Schwerlastträgers Ariane 6 fließen die Erlöse komplett in die Konzernbilanz. Gepaart mit einem historischen Auftragsbestand sorgt das für operative Bestmarken, die nun auch Analysten zu neuen Kurszielen veranlassen.
Die operativen Kennzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 untermauern den Wachstumskurs des Konzerns. Der Gesamtumsatz kletterte auf 1,25 Milliarden Euro, während das bereinigte EBITDA auf 125,6 Millionen Euro anstieg. Besonders die Profitabilität im Schlussquartal sticht hervor: Mit einer EBITDA-Marge von 11,6 Prozent im vierten Quartal übertraf OHB bereits den eigenen Zielwert für das gesamte Jahr 2026. Ein Auftragsbestand von 3,19 Milliarden Euro – wovon allein 2,51 Milliarden auf das Segment Space Systems entfallen – bietet zudem eine hohe Planungssicherheit.
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Ariane 6 und Rüstung als Treiber
Ein wesentlicher Baustein für diese finanzielle Entwicklung ist das Ariane-6-Programm. Beim erfolgreichen Start im vergangenen Monat, der 32 Satelliten für Amazons Breitbandkonstellation ins All brachte, war OHB über MT Aerospace mit einem Arbeitsanteil von zehn Prozent beteiligt. Da Amazon insgesamt 18 Starts fest gebucht hat, sichert dies dem Konzern kontinuierliche Zuflüsse aus dem größten kommerziellen Auftrag in der Geschichte von Arianespace.
Das Analysehaus NuWays reagierte auf die starke operative Entwicklung und hob das Kursziel für die Aktie von 260 auf 272 Euro an. Die Einstufung bleibt auf „Buy“. Die Analysten sehen vor allem im Verteidigungsgeschäft, das aktuell rund zehn Prozent der Erlöse ausmacht, einen zentralen Hebel. Sollten die Militäraufträge in den kommenden zwei Jahren skalieren, halten die Experten eine EBITDA-Marge von über zwölf Prozent für realistisch.
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Das makroökonomische Umfeld stützt diese optimistische These. Geplante deutsche Investitionen von 35 Milliarden Euro in die militärische Raumfahrtinfrastruktur und ein auf 22,3 Milliarden Euro angehobenes ESA-Budget für die Jahre 2026 bis 2028 bieten erheblichen strukturellen Rückenwind.
Mittelfristig peilt OHB bis 2027 einen Umsatz von 1,7 Milliarden Euro an, ab 2028 soll die Zwei-Milliarden-Marke überschritten werden. Ob die hohe Profitabilität aus dem Jahresendgeschäft 2025 nahtlos fortgesetzt wird, klärt sich am 7. Mai 2026. Dann präsentiert das Unternehmen die Zahlen für das erste Quartal, wobei Anleger parallel auf Details zu anstehenden Großprojekten wie SATCOMBw-4 achten werden.
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