Österreichs größter Öl- und Gaskonzern rüstet einen strategisch wichtigen Standort auf. In der rumänischen Raffinerie Petrobrazi ist eine neue Anlage für Aromaten in Betrieb gegangen. 140 Millionen Euro hat die OMV investiert.
Das Unternehmen ersetzt damit eine Einheit aus dem Jahr 1961. Die neue Anlage verarbeitet künftig rund 150.000 Tonnen Benzol und Toluen pro Jahr. Das Ziel: Produktionseffizienz steigern, den Produktionsmix optimieren und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts stärken.
Chemiesparte als Margentreiber
Die Investition zeigt, wohin die Reise im Petrochemiegeschäft geht. Werksmodernisierung statt Flickschusterei. Analysten blicken zunehmend auf die Margenstärke dieses Segments. Hinzu kommt die Beteiligung an Borouge – sie gilt als stabiler Cashflow-Lieferant für den Konzern.
An der Börse bleibt die Aktie indes unter Druck. Der Schlusskurs von Montag lag bei 56,30 Euro. Damit notiert das Papier rund sechs Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 59,98 Euro. Der RSI von 37,4 Punkten signalisiert ein eher neutrales Momentum. Seit Jahresbeginn steht immerhin ein Plus von 16,37 Prozent zu Buche.
Gas bleibt strategisches Standbein
Parallel zur Raffinerie-Modernisierung sichert die OMV ihre Rohstoffbasis ab. Das Neptun-Deep-Projekt im Schwarzen Meer spielt dabei eine zentrale Rolle für die künftige Gasproduktion. Der rumänische Staat hat bereits eine Option auf Teilmengen der Fördermengen gezogen. Ein klares Zeichen für die politische Bedeutung des Projekts.
Die OMV bewegt sich in einem regulatorischen Umfeld, das an Komplexität gewinnt. Investitionen wie in Petrobrazi sind ein Teil der Antwort darauf.
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