Der geplante Mega-Börsengang der Chemiesparte von OMV und der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC) lässt auf sich warten. Statt eines schnellen Debüts auf dem Parkett verordnen die Konzerne ihrem Joint Venture eine strategische Pause zur Bilanzstärkung. Für Anteilseigner des österreichischen Öl- und Gaskonzerns hat diese Entscheidung einen direkten, finanziell spürbaren Preis.
Fokus auf die Bilanzstärke
Ursprünglich sollte die Borouge Group International (BGI) noch im laufenden Jahr an die Börse gebracht werden. Nun haben OMV und ADNOC das Vorhaben auf das Jahr 2027 verschoben. Der rechtliche Zusammenschluss der OMV-Tochter Borealis, der ADNOC-Sparte Borouge und der zugekauften Nova Chemicals unter dem Dach der BGI bleibt davon unberührt und soll planmäßig bis Ende März vollzogen werden.
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Verantwortlich für die Verzögerung des Börsengangs ist das Bestreben der Muttergesellschaften, die Bilanz des neuen Chemie-Riesen zu schonen. Ziel der Maßnahme ist es, das Investment-Grade-Rating des Joint Ventures aufrechtzuerhalten, bevor der Schritt an den Kapitalmarkt gewagt wird.
Direkte Folgen für die Ausschüttung
Die Verschiebung zwingt die BGI dazu, ihre Zahlungen an die Mutterkonzerne vorübergehend anzupassen. Konkret rechnet die OMV für das Jahr 2026 nur noch mit einer Ausschüttung des Joint Ventures in Höhe von 250 Millionen US-Dollar. Ursprünglich waren 500 Millionen US-Dollar eingeplant.
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Dieser Fehlbetrag schlägt direkt auf die OMV-Aktionäre durch: Die Dividende für das Jahr 2026, die 2027 zur Auszahlung kommt, wird sich voraussichtlich um 0,60 bis 0,70 Euro je Aktie verringern. Der Markt quittierte diese Neuigkeiten am Freitag mit einem Abschlag von 2,56 Prozent, womit der Kurs auf 57,15 Euro nachgab. Dennoch notiert das Papier seit Jahresbeginn weiterhin mit soliden 18,13 Prozent im Plus.
Der rechtliche Zusammenschluss der Chemiesparten wird in den kommenden Tagen finalisiert. Die weitere Entwicklung hängt nun davon ab, ob sich das Marktumfeld bis 2027 ausreichend stabilisiert, um den Börsengang durchzuführen, oder ob OMV und ADNOC im nächsten Jahr weitere Unterstützungsmaßnahmen für die BGI beschließen müssen.
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