Die OMV vollzieht gerade einen bemerkenswerten Strategiewechsel – vom klassischen Ölkonzern zum integrierten Chemie- und Energieunternehmen. Der Erfolg dieser Transformation zeigt sich bereits im Aktienkurs: Mit rund 57,50 Euro markiert die Aktie ein Dreijahreshoch. Die Jahreszahlen 2025 belegen: Die Chemie-Sparte wird zum neuen Wachstumsmotor, während das angestammte Energiegeschäft schwächelt.
Chemicals-Sparte kompensiert Energieschwäche
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Das operative Ergebnis der Chemicals-Division schoss 2025 um 71 Prozent auf 784 Millionen Euro nach oben. Verantwortlich dafür waren vor allem die Umgliederung der Borealis-Gruppe und verbesserte Olefinmargen. Die europäischen Steam-Cracker liefen mit einer Auslastung von 82 Prozent – zehn Prozentpunkte über dem Branchenschnitt.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Omv?
Das Energiesegment hingegen brach um 29 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro ein. Niedrigere Rohstoffpreise und rückläufige Absatzmengen belasteten das traditionelle Geschäft. Insgesamt erzielte OMV ein bereinigtes CCS-Betriebsergebnis von 4,6 Milliarden Euro – etwa 10 Prozent unter Vorjahr. Das bereinigte Nettoergebnis von 1,94 Milliarden Euro übertraf allerdings die Markterwartungen um rund 3 Prozent.
Dividendenpolitik folgt neuer Strategie
Der Vorstand schlägt für 2025 eine Gesamtdividende von 4,40 Euro je Aktie vor – die vierte Erhöhung in Folge. Interessanter ist jedoch die Neuregelung ab 2026: Die Ausschüttung wird künftig als 50 Prozent der von Borealis Group International erhaltenen Dividenden plus 20 bis 30 Prozent des operativen Cashflows berechnet. Diese Änderung koppelt die Aktionärsrenditen direkt an die Chemie-Performance und unterstreicht die strategische Priorität des Segments.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Omv?
Borouge-Deal als Wachstumshebel
Mit dem für das erste Quartal 2026 geplanten Abschluss der Borouge Group International (BGI) mit ADNOC entsteht der weltweit viertgrößte Polyolefin-Produzent. OMV erwartet aus dieser Beteiligung ab 2026 jährliche Dividenden von mindestens 1 Milliarde US-Dollar. Die Bilanz bietet Spielraum für weitere Schritte: Die Nettoverschuldungsquote liegt bei lediglich 14 Prozent.
Am 9. April folgt das Trading-Update für das erste Quartal 2026. Diese Zahlen werden zeigen, ob die Chemie-Division die strukturelle Schwäche im Energiegeschäft dauerhaft ausgleichen kann. Mit dem Neptun-Deep-Gasprojekt (Produktionsstart 2027) und dem Borouge-Deal hat der Konzern die Weichen für die kommenden Jahre gestellt.
Omv-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Omv-Analyse vom 9. März liefert die Antwort:
Die neusten Omv-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Omv-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Omv: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


