Politische Vorgaben und wirtschaftliche Realität prallen bei OMV derzeit hart aufeinander. Der österreichische Energiekonzern weigert sich, die staatliche Spritpreisbremse bei Diesel vollständig umzusetzen. Das ruft nun die Aufsichtsbehörden auf den Plan. An der Börse hinterlässt der Konflikt bereits Spuren: Auf Wochensicht verlor das Papier über fünf Prozent und rutschte mit einem Schlusskurs von 56,30 Euro unter die 50-Tage-Linie.
Die umstrittene Mischkalkulation
Eigentlich schreibt die Regierung einen krisenbedingten Abschlag von fünf Cent pro Liter Diesel vor. OMV zieht an der Zapfsäule allerdings lediglich 2,8 Cent ab. Das Management beruft sich auf eine Notfallklausel in der Verordnung. Die Begründung: Österreich importiert rund 60 Prozent seines Diesels. Weil ausländische Lieferanten den geforderten Rabatt nicht mittragen, wendet der Konzern eine laufende Mischkalkulation aus eigener Produktion und Importen an.
Die Regulierungsbehörde E-Control lässt das nicht unbeantwortet. Sie hat eine Sonderprüfung gestartet. OMV muss nun detaillierte Daten vorlegen und beweisen, dass die Kürzung des Rabatts rechtmäßig ist. Der politische Druck wächst rasant, zumal die Republik Österreich über die Staatsholding ÖBAG 31,5 Prozent der Anteile hält.
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Operativer Gegenwind vor den Quartalszahlen
Der regulatorische Ärger trifft das Unternehmen in einer ohnehin angespannten Phase. Am 30. April präsentiert der Vorstand die Zahlen für das erste Quartal. Operativ lief es zuletzt unrund. Die durchschnittliche Tagesproduktion sank im Vergleich zum Vorjahr auf 288.000 Barrel Öläquivalent.
Hinzu kommen geopolitische Belastungen. Der Konflikt mit dem Iran zwang den Konzern zu Absicherungsgeschäften, die einmalige Verluste von rund 100 Millionen Euro verursachten. Solche Sondereffekte trüben die Bilanz genau in dem Moment, in dem das Unternehmen im Heimatmarkt Stärke demonstrieren müsste.
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Neue Führung und üppige Dividende
Parallel dazu bereitet sich der Konzern auf einen historischen Wechsel vor. Am 1. September übernimmt Emma Delaney den Chefposten von Alfred Stern. Die langjährige BP-Managerin wird die erste weibliche CEO in der Geschichte des Unternehmens.
Im Mai stimmen die Aktionäre auf der Hauptversammlung über die Gewinnausschüttung ab. Der Vorstand schlägt eine Gesamtdividende von 4,40 Euro je Aktie vor, die sich aus einer regulären und einer Sonderzahlung zusammensetzt. Wer an dieser Ausschüttung partizipieren will, muss die Papiere vor dem Ex-Tag am 8. Juni im Depot halten.
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