OMV Aktie: Entscheidende Wochen!

OMV steht vor wichtigen Terminen nach schwachem Quartal. Die neue CEO Emma Delaney tritt ein schwieriges Erbe an, während das Borouge-Joint-Venture für Hoffnung sorgt.

Omv Aktie
Kurz & knapp:
  • Neue CEO tritt schwieriges operatives Erbe an
  • Schwaches erstes Quartal mit Förderrückgang
  • Borouge-Joint-Venture als Hoffnungsträger
  • Wichtige Termine: Quartalsbericht und Hauptversammlung

OMV steht vor einem dichten Kalender. Heute Abend tritt das Unternehmen bei der Oil & Gas Virtual Investor Conference auf — der erste öffentliche Investoren-Dialog, seitdem der Konzern eine neue CEO nominiert und ein schwaches erstes Quartal gemeldet hat.

Neues Gesicht, alte Probleme

Emma Delaney soll ab September den Vorstandsvorsitz übernehmen. Die irische Managerin kommt von bp, wo sie als Executive Vice President mehr als 50.000 Mitarbeiter in rund 50 Ländern verantwortet. Sie wäre die erste Frau an der Spitze von OMV — und tritt ein schwieriges Erbe an.

Das erste Quartal lief holprig. Die Förderung sank von 300.000 auf 288.000 Barrel Öläquivalent pro Tag. Unterbrochene Rohölströme kosteten zusätzlich rund 100 Millionen Euro durch einmalige Absicherungsverluste. Kein leichter Start für die Investoren-Kommunikation.

Margen unter Druck, Chemie als Hoffnung

Im Downstream-Bereich verschlechterte sich die Lage trotz besserer Auslastung. Die Raffinerie lief mit 92 Prozent — sieben Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Die Marge je Barrel fiel dabei von 10,76 auf 6,65 Euro. Das frisst Ergebnis.

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Gegenläufig wirkt das neue Chemie-Joint-Venture Borouge International. Ab dem zweiten Quartal erwartet das Management daraus rund 140 Millionen Euro Ergebnisbeitrag pro Quartal. Das könnte einen Teil des operativen Gegenwinds ausgleichen.

Die Aktie spiegelt die gemischte Lage wider. Mit einem RSI von 33,5 notiert sie im überverkauften Bereich, liegt aber mit rund 21 Prozent Plus seit Jahresbeginn deutlich über dem Vorjahresniveau.

Zwei Termine im Blick

Am 30. April legt OMV den vollständigen Quartalsbericht vor. Dann werden die genauen Auswirkungen der operativen Schwäche sichtbar — und Anleger können einschätzen, ob das Borouge-Versprechen die Lücke schließt. Im Mai folgt die Hauptversammlung, auf der über die bereits angekündigte Dividendenkürzung abgestimmt wird. CFO Reinhard Florey bleibt dabei: Sein Mandat wurde um zwei Jahre verlängert, er steht also für Kontinuität auf der Finanzseite.

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