OMV Aktie: Erste Frau an der Spitze

Die BP-Veteranin Emma Delaney übernimmt die Führung des österreichischen Energiekonzerns OMV und steht vor der Aufgabe, dessen strategische Neuausrichtung fortzuführen.

Omv Aktie
Kurz & knapp:
  • Erste Frau an der Spitze der OMV-Geschichte
  • Übernahme erfolgt im September 2026
  • Konzern befindet sich in tiefgreifendem Umbau
  • Operative Belastungen drücken aktuell das Ergebnis

Emma Delaney soll ab September die Führung bei OMV übernehmen — als erste Frau in der Unternehmensgeschichte des teilstaatlichen Konzerns. Die BP-Veteranin bringt 30 Jahre Branchenerfahrung mit und übernimmt einen Konzern, der sich mitten in einem tiefgreifenden Umbau befindet.

Wechsel an der Spitze

Der Präsidial- und Nominierungsausschuss des OMV-Aufsichtsrats empfiehlt, Delaney zum 1. September 2026 zur Vorstandsvorsitzenden zu bestellen. Sie löst Alfred Stern ab, der den Konzern seit 2021 geführt hat. Die irische Managerin ist seit 1995 bei BP tätig und leitete zuletzt die globale Sparte für Kunden und Produkte — eine Organisation mit über 50.000 Beschäftigten in rund 50 Ländern. Der Aufsichtsrat muss der Personalie auf seiner nächsten Sitzung noch formal zustimmen.

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Delaney wäre damit voraussichtlich auch die einzige Frau im CEO-Sessel eines ATX-Unternehmens. Die österreichische Bundesregierung begrüßte die Entscheidung ausdrücklich: Bundeskanzler Christian Stocker und Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer betonten, sie werde den Konzern mit Fokus auf österreichische Interessen führen. Die Staatsholding ÖBAG hält 31,5 Prozent an OMV, ADNOC aus Abu Dhabi 24,9 Prozent.

Umbau läuft — operative Belastungen bleiben

Delaney übernimmt einen Konzern in Bewegung. Stern ebnete den Weg für die Transformation weg vom klassischen Öl- und Gasgeschäft hin zu nachhaltiger Chemie. Durch den Zusammenschluss von Borealis, Borouge und Nova Chemicals entsteht der weltweit viertgrößte Polyolefin-Produzent mit einer Jahreskapazität von 13,6 Millionen Tonnen. Analysten erwarten, dass die neue Chefin dabei wieder stärker auf Gasförderung setzen wird.

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Kurzfristig drücken jedoch operative Sonderlasten auf das Ergebnis: Lieferkettenunterbrechungen infolge des Nahost-Konflikts verursachen einmalige Hedging-Verluste von rund 100 Millionen Euro, die Raffineriemarge je Barrel brach von 10,76 auf 6,65 Euro ein. Zudem haben OMV und Partner ADNOC den Dividendenbeitrag des neuen Chemiegemeinschaftsunternehmens Borouge International vorübergehend halbiert, was die erwartete Dividende je Aktie für 2026 um 0,60 bis 0,70 Euro schmälert.

Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt der Vorstand eine Gesamtausschüttung von 4,40 Euro je Aktie vor — bestehend aus einer regulären Dividende von 3,15 Euro und einer Sonderdividende von 1,25 Euro. Die Hauptversammlung entscheidet darüber am 27. Mai, der Ex-Dividende-Tag ist für den 8. Juni vorgesehen. Das vollständige Bild der operativen Lage liefern die detaillierten Q1-Zahlen, die noch im April erwartet werden.

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