Emma Delaney soll OMV ab September als erste Frau an der Konzernspitze führen. Die irische Managerin bringt über 30 Jahre BP-Erfahrung mit — und übernimmt ein Unternehmen, das operativ unter Druck steht und strategisch gerade neu aufgestellt wurde.
Erfahrene Außenkandidatin aus dem BP-Konzern
Delaney ist seit 1995 bei BP und leitet dort als Executive Vice President eine globale Organisation mit mehr als 50.000 Mitarbeitern in rund 50 Ländern. Ihr Verantwortungsbereich umfasst Kraftstoffe, Schmierstoffe, Biokraftstoffe sowie E-Mobilität. Das Präsidial- und Nominierungskomitee des OMV-Aufsichtsrats schlägt ihre Ernennung für drei Jahre vor, mit Option auf Verlängerung um weitere zwei Jahre. Die formelle Zustimmung des Aufsichtsrats steht noch aus.
Alfred Stern, der das Amt seit September 2021 innehat, scheidet planmäßig im August aus — OMV hatte seinen Abgang bereits im Mai 2025 angekündigt.
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Schwieriges Erbe, strategischer Aufbruch
Delaney tritt kein leichtes Erbe an. Im ersten Quartal sank die Fördermenge auf 288.000 Barrel Öläquivalent pro Tag, nach 300.000 im Vorjahreszeitraum. Unterbrochene Rohölströme verursachten einmalige Absicherungsverluste von rund 100 Millionen Euro. Im Downstream-Bereich stieg zwar die Raffinerieauslastung auf 92 Prozent, die Gewinnspanne je Barrel brach jedoch von 10,76 auf 6,65 Euro ein.
Strategisch steht hingegen ein bedeutender Schritt: OMV hat sich im März 2026 durch die Fusion von Borouge und Borealis sowie die Übernahme des kanadischen Unternehmens Nova Chemicals als Kernaktionär eines neuen globalen Polyolefin-Konzerns positioniert. Das Gemeinschaftsunternehmen Borouge International gehört je zur Hälfte OMV und dem Abu-Dhabi-Partner XRG.
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Dividende und nächste Termine
Der geplante Börsengang von Borouge Group International wurde wegen Marktvolatilität auf 2027 verschoben. Das reduziert den erwarteten Dividendenbeitrag vorübergehend und drückt die Ausschüttung je Aktie um 0,60 bis 0,70 Euro. Das Management hält dennoch an einer Gesamtdividende von 4,40 Euro je Aktie fest — bestehend aus 3,15 Euro regulärer Dividende und 1,25 Euro Sonderdividende.
Die nächsten Wegmarken sind bereits gesetzt: Ab dem 17. April gilt eine Quiet Period. Am 30. April folgen die vollständigen Q1-Zahlen. Die Hauptversammlung findet am 27. Mai in Wien statt, der Ex-Dividendentag ist auf den 8. Juni terminiert, die Auszahlung erfolgt am 11. Juni.
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