OMV gerät heute im Sog der Ölpreiskorrektur unter Druck: Die Aktie verliert 2,3%. Laut APA gehörte das Papier zu den größeren Verlierern, während auch andere europäische Ölaktien nachgaben. Als Hintergrund nennt die Nachrichtenagentur einen Medienbericht über diplomatische Bemühungen im Iran-Konflikt, der Sorgen vor einer baldigen Wiederaufnahme amerikanischer Militärangriffe dämpfte.

Reuters berichtete heute ebenfalls von einem deutlichen Ölpreisrückgang. Anleger hofften demnach auf Fortschritte bei diplomatischen Bemühungen zwischen den USA und Iran.

Höhere Erwartungen für das Gesamtjahr

OMV hatte mit den Quartalszahlen auch den Ausblick für 2026 angehoben. Der Konzern erwartet unter anderem einen durchschnittlichen Brent-Preis von über USD 95 je Barrel. Für die Raffinerie-Referenzmarge Europa setzt OMV rund USD 25 je Barrel an.

Die geplanten organischen Investitionsaufwendungen bezifferte das Unternehmen auf rund EUR 3,5 Mrd.

Bei den Quartalszahlen mit Ergebnissprung meldete OMV für das dritte Quartal 2026 ein CCS Operatives Ergebnis vor Sondereffekten von EUR 2.117 Mio. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahresquartal betrug 68 %.

Der den Aktionären des Mutterunternehmens zurechenbare CCS Periodenüberschuss vor Sondereffekten erreichte EUR 1.153 Mio und stieg damit um 94 %. CEO Emma Delaney verwies im APA-Interview auf ein unterstützendes Marktumfeld; besonders die Segmente Fuels und Energy hätten zugelegt.

Analystenziele und nächste Berichtstermine

UBS bestätigte am Freitag die Kaufempfehlung und erhöhte das Kursziel von EUR 77 auf EUR 79. RBC Capital Markets hatte am Donnerstag das Kursziel Medienberichten zufolge auf EUR 75,0 angehoben.

Das Trading Update für das vierte Quartal 2026 ist für den 14. Januar 2027 vorgesehen. Die Ergebnisse für Januar bis Dezember sowie das vierte Quartal 2026 folgen am 4. Februar 2027.