Die OMV-Aktie notiert heute auf einem neuen 52-Wochen-Hoch von 61,05 Euro — und das ausgerechnet an dem Tag, an dem der größte Deal der österreichischen Unternehmensgeschichte kurz vor dem Abschluss steht. Die Zusammenführung von Borealis und Borouge Plc zur Borouge Group International AG (BGI) soll noch bis Ende März vollzogen werden.
Ein Weltkonzern nimmt Gestalt an
Die neue Einheit wird OMV und dem ADNOC-Ableger XRG je zur Hälfte gehören und mit einer Kapazität von 13,6 Millionen Tonnen zum viertgrößten Polyolefin-Hersteller weltweit aufsteigen. Dazu kommt die geplante Übernahme des kanadischen Kunststoffherstellers Nova Chemicals für 13,4 Milliarden US-Dollar inklusive Schulden — ein klares Bekenntnis zur Expansion in Nordamerika.
Zusätzlichen Rückenwind liefert ein Nutzungsabkommen für den neuen Borouge-4-Produktionskomplex. Über drei Jahre soll daraus ein kumulierter Nettogewinn von rund 400 Millionen US-Dollar entstehen, was einer jährlichen Ergebnissteigerung von etwa zehn Prozent entspricht.
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Dividende 2026 halbiert, Börsengang verschoben
Für Aktionäre gibt es allerdings kurzfristige Abstriche. Um die BGI-Bilanz zu stärken, wird die Ausschüttung für 2026 auf die Hälfte des ursprünglich geplanten Betrags begrenzt — konkret reduziert sich der BGI-Beitrag von 500 auf 250 Millionen US-Dollar, was die OMV-Dividende um rund 0,60 bis 0,70 Euro je Aktie belastet.
Auch der geplante BGI-Börsengang an der Abu Dhabi Securities Exchange verschiebt sich auf 2027, abhängig von den Marktbedingungen. Immerhin: Ab 2027 greift ein neues Dividendenmodell, das eine jährliche BGI-Mindestausschüttung von 2,2 Milliarden US-Dollar mit 20 bis 30 Prozent des operativen Cashflows kombiniert.
Die nächsten konkreten Prüfsteine sind das Trading Update am 9. April und der vollständige Quartalsbericht am 30. April. Auf der Hauptversammlung am 27. Mai stimmen Aktionäre dann über die angepasste Dividende ab.
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