Emma Delaney wird ab dem 1. September 2026 den österreichischen Energiekonzern OMV führen. Die irische Managerin kommt von BP — und ist die erste Frau an der Spitze des Konzerns. Der Aufsichtsrat hat ihre Ernennung offiziell besiegelt.
Erfahrung aus drei Jahrzehnten bei BP
Delaney verbrachte fast ihre gesamte Karriere bei BP. Zuletzt verantwortete sie als Executive Vice President die Bereiche Kraftstoffe, Schmierstoffe und E-Mobilität — mit mehr als 50.000 Mitarbeitern in rund 50 Ländern. Ihr Vertrag bei OMV läuft zunächst drei Jahre, mit Option auf zwei weitere.
Ihr Vorgänger Alfred Stern scheidet zum 31. August aus. Er hatte das Unternehmen seit 2021 geführt und maßgeblich die Fusion von Borealis und Borouge sowie den Kauf von NOVA Chemicals vorangetrieben. Das daraus entstandene Joint Venture BGI ist heute der viertgrößte Polyolefin-Produzent weltweit. OMV hält daran 50 Prozent, gemeinsam mit dem Abu Dhabi-Partner XRG.
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Im Finanzbereich bleibt es beim Bekannten: Finanzvorstand Reinhard Florey erhält eine Verlängerung um zwei Jahre und steigt zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden auf.
Verschobener Börsengang belastet die Dividende
Delaney übernimmt einen Konzern im Umbau — und mit konkreten Belastungen. Der geplante Börsengang von BGI an der Abu Dhabi Stock Exchange wurde wegen Marktvolatilität auf 2027 verschoben. Die Folge: Die Dividendenausschüttung des Joint Ventures an OMV halbiert sich für 2026 auf 250 Millionen US-Dollar. Analysten schätzen, dass das die OMV-Dividende je Aktie um 0,60 bis 0,70 Euro drückt.
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Hinzu kommt regulatorischer Druck. Österreichs Energieregulator E-Control untersucht OMV wegen eines staatlich verordneten Kraftstoffpreisdeckels. OMV gibt beim Diesel nur 2,8 Cent pro Liter weiter — vorgesehen wären 5 Cent. Das Unternehmen begründet dies damit, dass 60 Prozent des in Österreich verkauften Diesels importiert wird.
Quartalszahlen am 30. April
An der Börse zeigt sich ein gemischtes Bild. Die Aktie notiert bei rund 57 Euro und hat seit Jahresbeginn knapp 18 Prozent zugelegt. Kurzfristig hat sie jedoch etwas nachgegeben — vom 52-Wochen-Hoch trennen sie gut neun Prozent.
Am 30. April legt OMV die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vor. Analysten erwarten einen deutlichen Gewinnanstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Ab dem zweiten Quartal rechnet das Management mit einem stabilen Ergebnisbeitrag von rund 140 Millionen Euro pro Quartal aus dem Joint Venture BGI — eine Größenordnung, die Delaney direkt von Beginn an in ihrer Planung einkalkulieren kann.
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