Emma Delaney übernimmt ab 1. September 2026 den Chefposten bei OMV. Die irische Managerin kommt von bp — und wird die erste Frau in der Geschichte des Wiener Energiekonzerns an der Konzernspitze.
Delaney leitet bei bp derzeit einen von drei globalen Geschäftsbereichen. Dort führt sie mehr als 50.000 Mitarbeitende in rund 50 Ländern und verantwortet Kraftstoffe, Luftfahrt und E-Mobilität. Ihre Amtszeit bei OMV ist zunächst auf drei Jahre angelegt, mit der Option auf zwei weitere. Finanzvorstand Reinhard Florey bleibt bis mindestens Juni 2029 im Amt und rückt zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden auf.
Umbau läuft, Hormuz-Krise trifft das Ergebnis
Delaney übernimmt einen Konzern im Wandel. Ihr Vorgänger Alfred Stern hat OMV seit 2021 schrittweise vom klassischen Öl- und Gasgeschäft weg und in Richtung nachhaltiger Chemie geführt. Diesen Kurs soll sie fortsetzen.
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Das operative Umfeld ist gerade alles andere als einfach. Die Sperrung der Straße von Hormuz Ende Februar belastete das Energiesegment direkt: Die Kohlenwasserstoffproduktion sank um sieben Prozent auf 288.000 Barrel Öläquivalent pro Tag. Einmalige Hedging-Verluste im Fuels-Bereich beliefen sich auf rund 100 Millionen Euro. Die Folge: OMV senkte die Produktionsprognose für 2026 auf 280.000 bis 290.000 Barrel täglich.
Der Quartalsumsatz von 5,86 Milliarden Euro blieb deutlich unter den Markterwartungen. Was die Bilanz stützte, war ein operativer Cash-Flow von 1,6 Milliarden Euro — getragen von hohen Rohölpreisen. Für Brent erwartet OMV nun 85 bis 95 US-Dollar je Barrel, nach zuvor 65 US-Dollar.
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Dividende stabil, Aktie unter Druck
An der Ausschüttungspolitik ändert sich nichts. OMV schlägt für das Geschäftsjahr 2025 eine Gesamtdividende von 4,40 Euro je Aktie vor — bestehend aus 3,15 Euro regulärer Dividende und 1,25 Euro Sonderdividende. Auszahlung ist für den 11. Juni 2026 geplant, Ex-Tag ist der 8. Juni.
Die Aktie reagierte am Mittwoch mit einem Minus von gut drei Prozent auf 59,65 Euro. Seit Jahresbeginn liegt das Plus dennoch bei rund 23 Prozent. BlackRock hat seinen Stimmrechtsanteil zuletzt moderat auf 4,39 Prozent erhöht — ein kleines Signal, aber kein großes Bekenntnis.
Die erste echte Bewährungsprobe für Delaney kommt früh: Mit den Q2-Zahlen taucht Borouge International erstmals vollständig im Konzernergebnis auf. Wie viel die neue Chemie-Struktur zur Ergebnisqualität beiträgt, wird sich dann konkret zeigen.
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