OMV: Neptun-Deep-Pipeline liefert ab 2027 acht Mrd. Kubikmeter

OMV treibt Offshore-Gasförderung voran und hebt Ölpreisprognose an. Aktionäre erwarten Hauptversammlung mit Dividendenbeschluss.

Omv Aktie
Kurz & knapp:
  • Pipeline-Bau für Neptun Deep begonnen
  • Gasproduktion ab 2027 geplant
  • Brent-Preisprognose auf 85-95 Dollar angehoben
  • Dividende von 4,40 Euro vorgeschlagen

Ein Spezialschiff vor der rumänischen Küste markiert den Startschuss für eine neue Ära im Gasgeschäft. Während der geplante Chemie-Börsengang auf sich warten lässt, drückt OMV im Schwarzen Meer aufs Tempo. Die Aktie honoriert den strategischen Umbau mit einem Kursplus von rund 24 Prozent seit Jahresbeginn.

Pipeline-Bau im Schwarzen Meer

Die Tochtergesellschaft OMV Petrom hat gemeinsam mit dem Partner Romgaz den Bau der Offshore-Pipeline für das Projekt Neptun Deep gestartet. Das Verlegeschiff „Castoro 10“ arbeitet bereits an der ersten Sektion in Küstennähe. Rund vier Milliarden Euro fließen in das Vorhaben. Ab 2027 soll das Feld jährlich acht Milliarden Kubikmeter Erdgas liefern. Für den Wiener Konzern ist das ein entscheidender Hebel, um russische Importe langfristig zu ersetzen und die eigene Marktposition auszubauen.

Parallel dazu stützt ein optimistischerer Ausblick das operative Geschäft. Das Management hob die Brent-Preisprognose für das laufende Jahr auf eine Spanne von 85 bis 95 US-Dollar je Barrel an. Höhere Ölpreise federn die aktuell schwächeren Raffineriemargen ab. Letztere litten zuletzt unter logistischen Engpässen an der Straße von Hormus.

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Das erste Quartal brachte zwar einen Rückgang des bereinigten operativen Ergebnisses auf rund eine Milliarde Euro. Ein robuster operativer Cashflow von 1,6 Milliarden Euro hält den Konzern jedoch finanziell flexibel.

Dividende auf der Tagesordnung

Aktionäre blicken derweil auf die nahende Hauptversammlung am 27. Mai in Wien. Auf der Tagesordnung steht eine vorgeschlagene Gesamtdividende von 4,40 Euro je Aktie. Diese setzt sich aus einer regulären Ausschüttung und einem Sonderbonus zusammen. Wer abstimmen will, muss die Papiere am Nachweisstichtag, dem 17. Mai, im Depot halten.

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Ein weiterer Baustein der Konzernstrategie bleibt die Neuausrichtung im Chemiebereich durch die Fusion von Borealis und Borouge zur neuen Einheit BGI. Die Integration der Geschäfte bindet derzeit Managementkapazitäten. Der Börsengang des neuen Joint Ventures verschiebt sich voraussichtlich auf das Jahr 2027.

Bis dahin bietet die Aktie ein stabiles Bild. Mit einem Schlusskurs von 60,05 Euro am Freitag notiert das Papier in Schlagdistanz zum jüngsten Jahreshoch. Hält die Unterstützung der charttechnischen 50-Tage-Linie bei knapp 59 Euro, bleibt der Aufwärtstrend intakt.

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