Österreichs bedeutendster Erdgasfund seit 40 Jahren geht in Produktion — und gleichzeitig verliert OMV in Russland eine wichtige juristische Runde. Für den Konzern ist das der Alltag im Mai 2026: Fortschritt auf einer Seite, Gegenwind auf der anderen.
Neues Gas für die Heizperiode
Seit Mai 2026 fördert OMV aktiv im niederösterreichischen Gasfeld Wittau. In der ersten Phase sind elf Terawattstunden geplant, bei vollem Ausbau könnten bis zu 48 Terawattstunden erschlossen werden. Die ersten Liefermengen sollen noch für die Heizperiode 2026/2027 bereitstehen.
Das hat politische Dimension. Österreichs Eigenversorgungsgrad beim Gas liegt derzeit bei rund 7 Prozent. Wittau könnte ihn perspektivisch auf 14 Prozent verdoppeln — ein handfestes Argument gegen Importabhängigkeit in Zeiten geopolitischer Unsicherheit.
Niederlage in St. Petersburg
Währenddessen kassierte OMV am Mittwoch einen Rückschlag vor einem russischen Berufungsgericht. Das Gericht in St. Petersburg bestätigte ein Verbot, Schiedsverfahren gegen Gazprom Export beim SCC Arbitration Institute in Stockholm fortzuführen. Hintergrund: Forderungen der OMV Gas Marketing & Trading GmbH in Höhe von rund 32 Millionen Euro gegen den russischen Lieferanten.
Verfolgt OMV das Stockholmer Verfahren trotzdem weiter, droht eine Strafzahlung in voller Streitwerthöhe. Der Spielraum gegenüber russischen Vertragspartnern wird damit enger.
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Führungswechsel und Hauptversammlung
Am 27. Mai tritt OMV in Wien zur ordentlichen Hauptversammlung zusammen. Im Mittelpunkt steht neben der Gewinnverwendung der bevorstehende Chefwechsel: Im September übernimmt Emma Delaney, zuvor in Führungspositionen bei bp, den CEO-Posten von Alfred Stern. Sie wird die erste Frau an der Spitze des ATX-Konzerns.
Für 2026 plant das Management organische Investitionen von rund 3,4 Milliarden Euro — mit Schwerpunkt auf Gasquellen-Diversifizierung und dem Chemie-Joint-Venture Borouge International.
Die Aktie spiegelt das operative Momentum wider. Mit einem Jahresplus von fast 32 Prozent notiert sie nahe ihrem 52-Wochen-Hoch von 63,85 Euro — das Tief aus dem Vorjahr bei 42,86 Euro liegt weit zurück.
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