Ondas Holdings zeigt in Paris neues Kriegsgerät. Auf der Rüstungsmesse Eurosatory 2026 präsentiert das Unternehmen sechs autonome Verteidigungssysteme. Iron Wave, Dual Shield, MODUS, Scout Cyber-over-RF, Iron Arrow und LADOS sollen verschiedene Bereiche abdecken: Luftabwehr, Aufklärung, Bodenrobotik und Angriffsmissionen.

Das Timing ist günstig. Europa rüstet massiv auf – und genau dort setzt Ondas an. Der Konzern gründete ein Gemeinschaftsunternehmen namens ONBERG, das die Systeme vor Ort produzieren und warten soll.

Besonders interessant: das MODUS-System. Es kombiniert Roboteam RT-1000 Bodenfahrzeuge mit Airobotics Abwehrdrohnen. Das Besondere: Die Einheit funktioniert auch in Umgebungen ohne GPS-Signal. Eine Kernfähigkeit für moderne Konflikte.

Finanziell brummt das Geschäft

Die Auftragsbücher sind voll. Ondas meldete für das erste Quartal 2026 einen Rekordumsatz von 50,1 Millionen US-Dollar. Für das Gesamtjahr plant der Vorstand mindestens 390 Millionen US-Dollar. Der Auftragsbestand liegt bei rund 457 Millionen US-Dollar. Allein im zweiten Quartal kamen neue Orders über 110 Millionen US-Dollar hinzu.

Die Aktie profitiert langfristig davon. In zwölf Monaten legte Ondas um knapp 450 Prozent zu. Aktuell notiert das Papier bei 7,94 Euro – ein Minus von 2,8 Prozent zum Vortag. Vom Rekordhoch bei 13,02 Euro (Januar 2026) trennen den Titel knapp 40 Prozent.

Der RSI von 42,5 deutet auf eine neutrale Verfassung hin. Weder überkauft noch überverkauft.

Europa als Wachstumsmotor

Management und Markt sehen die EU als zentrale Säule. ONBERG soll nicht nur Fertigung und Support liefern, sondern die Verteidigungsintegration vertiefen. Die Nachfrage nach automatisierten Sicherheitslösungen steigt – Ondas will mit seiner „Autonomy at First Contact“-Strategie mittendrin sein.

Ob die aktuellen Aufträge ausreichen, um das Kursniveau nachhaltig zu stützen, ist nicht klar. Die hohe Volatilität von fast 140 Prozent zeigt: Ondas bleibt ein riskantes, aber chancenreiches Investment.