Allwyn AG drängt nach der Fusion mit OPAP auf die Weltbühne. Der Glücksspielkonzern prüft aktuell eine Zweitnotierung in London oder New York. Das Management will damit die internationale Sichtbarkeit massiv steigern.
CFO Kenneth Morton bezeichnet den Schritt als nächsten logischen Meilenstein. Die technische Integration des 16-Milliarden-Euro-Zusammenschlusses hat derzeit Vorrang. Danach soll die Entscheidung über den Handelsplatz fallen. Das Ziel ist klar: mehr Liquidität und Zugang zu globalen Investoren.
Rückkaufprogramm gestartet
Flankierend zum Expansionskurs kauft Allwyn eigene Aktien zurück. Das Volumen umfasst bis zu 150 Millionen Euro. In einer ersten Tranche erwarb der Konzern bereits 565.626 Papiere. Dafür flossen rund 7,78 Millionen Euro an der Athener Börse.
Der Vorstand signalisiert damit Vertrauen in die eigene Kasse. Die Maßnahme soll den Shareholder Value nach der Fusion stützen. Das Programm läuft planmäßig an.
Operative Dynamik überzeugt
Die Geschäftszahlen liefern das nötige Fundament. Im ersten Quartal stieg der Nettoumsatz um 21 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA erreichte 443 Millionen Euro. Das Management führt dies auf das starke Digitalgeschäft zurück.
Die Marge blieb mit 37 Prozent stabil. Für das Gesamtjahr 2026 plant der Vorstand ein Umsatzplus im hohen 20-Prozent-Bereich. Vor allem die neuen Beteiligungen in Nordamerika treiben das Wachstum an.
Kursplus nach Jahrestief
An der Börse kämpft die Aktie noch mit den Verlusten des ersten Halbjahres. Seit Januar verlor der Titel rund 27 Prozent. Aktuell steht der Kurs bei 13,60 Euro. Das entspricht einer Erholung von 16 Prozent gegenüber dem Jahrestief.
Der Abschluss des Rückkaufprogramms ist bis Ende 2027 geplant. Die Anteile will Allwyn entweder einziehen oder für künftige Übernahmen nutzen. Eine Entscheidung über die Zweitnotierung soll in den kommenden Monaten folgen.
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