Bis zum 27. April müssen OPAP-Aktionäre eine konkrete Entscheidung treffen: Bar oder Aktien? Die Sonderdistribution von 0,80 Euro je Stammaktie, die der Vorstand Ende März billigte, lässt sich auf zwei Wegen beziehen — und die Wahl hat durchaus Gewicht.
Was hinter der Sonderzahlung steckt
Grundlage ist die abgeschlossene Fusion von Allwyn International AG und OPAP S.A., die am 24. März 2026 vollzogen wurde. Seitdem firmiert das kombinierte Unternehmen als zweitgrößter börsennotierter Lotterie- und Gaming-Betreiber weltweit. Die Sonderdistribution wird aus dem Aktienaufgeldkonto gezahlt, das Kapitaleinlagenreserven aus der Sacheinlage enthält — und fällt damit quellensteuerbefreit aus.
Berechtigt sind alle Aktionäre, die am 9. April im Dematerialisierten Wertpapiersystem registriert waren. Der Ausgabepreis für neue Aktien richtet sich nach dem volumengewichteten Durchschnittskurs der Handelswoche vom 20. bis 24. April. Die Abwicklung und der erste Handelstag für neue Aktien sind für den 4. Mai vorgesehen.
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Solides Geschäftsjahr als Rückenwind
Die Zahlung fußt auf einem stabilen Geschäftsjahr 2025. Der Brutto-Gaming-Umsatz kletterte um 4,9 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Wachstumstreiber war das iGaming-Segment mit einem Plus von 17 Prozent auf 350,6 Millionen Euro — ein deutliches Signal, dass die Digitalstrategie greift. Lotterie blieb mit 803,7 Millionen Euro der umsatzstärkste Bereich.
Das EBITDA lag mit 824,6 Millionen Euro minimal unter Vorjahr, der Nettogewinn gab leicht auf 483,4 Millionen Euro nach. Gestiegene Werbe- und Personalkosten — letztere gezielt für den Digitalausbau — drückten die Margen geringfügig.
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Lizenz verlängert, Zweitlisting geplant
Strategisch hat OPAP seine Position zusätzlich abgesichert: Das Unternehmen wurde als bevorzugter Bieter für die nächste zwölfjährige Lotteriekonzession in Griechenland benannt und setzt damit seine exklusive Betreiberrolle seit 2014 fort. Dafür fallen eine einmalige Vorabgebühr von 80 Millionen Euro sowie jährlich 30 Prozent des Brutto-Gaming-Umsatzes an.
Mittelfristig strebt Allwyn zudem eine Zweitnotierung an einer internationalen Börse an — London oder New York stehen im Raum. Am Hauptmarkt der Athener Börse bleibt das kombinierte Unternehmen notiert und dürfte dort zu den schwergewichtigsten Titeln nach Marktkapitalisierung zählen. Die Aktie liegt aktuell rund 20 Prozent unter ihrem Jahresanfangsniveau — die Sonderdistribution kommt für Bestandsaktionäre damit zu einem durchaus günstigen Zeitpunkt.
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