Oracle Aktie: Ein Erfolgskurs!

Oracle meldet Rekordumsatz und KI-Auftragsboom, doch die Aktie leidet unter geopolitischen Spannungen und einer Korrektur im Technologiesektor.

Oracle Aktie
Kurz & knapp:
  • Umsatzwachstum von 22 Prozent im Quartal
  • KI-Verträge treiben Auftragsbestand massiv
  • Aktienkurs deutlich unter 200-Tage-Durchschnitt
  • Institutionelle Investoren bauen Positionen aus

Oracle liefert Quartalszahlen, die eigentlich Jubel auslösen sollten — und trotzdem hat die Aktie seit September mehr als die Hälfte ihres Wertes verloren. Dieses Paradox lässt sich nicht mit dem Geschäftsverlauf erklären, sondern mit dem, was außerhalb des Unternehmens passiert.

Zahlen, die für sich sprechen

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 wuchs der Umsatz um 22 Prozent auf 17,2 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie lag bei 1,79 Dollar und übertraf damit die Analystenerwartungen von 1,71 Dollar. Noch beeindruckender: Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen — also der Auftragsbestand — sprangen um 325 Prozent auf 553 Milliarden Dollar. Treiber sind großvolumige KI-Verträge. Der Cloud-Infrastrukturumsatz legte um 84 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar zu. Für das laufende Geschäftsjahr plant Oracle Investitionsausgaben von rund 50 Milliarden Dollar.

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Makroumfeld überschattet Fundamentaldaten

Der Kursrückgang hat andere Ursachen. Geopolitische Spannungen rund um den US-Iran-Konflikt haben den gesamten Technologiesektor unter Druck gesetzt. Die sogenannten Magnificent Seven verloren in diesem Zeitraum zusammen rund 1,72 Billionen Dollar an Marktkapitalisierung. Der Nasdaq korrigierte um elf Prozent vom Oktober-Hoch. Steigende Ölpreise — zuletzt bei 110 Dollar je Barrel — und Inflationssorgen verstärken die Risikoaversion der Anleger.

Das Ergebnis: Oracles Bewertung ist auf ein Forward-KGV von rund 19 zusammengeschmolzen, obwohl das operative Wachstum ungebrochen stark ist.

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Institutionelle Investoren kaufen

Während Privatanleger zurückhaltend bleiben, haben institutionelle Investoren ihre Positionen zuletzt ausgebaut. Generate Investment Management steigerte seine Beteiligung im vierten Quartal 2025 um 266,7 Prozent auf 120.000 Aktien. Insgesamt halten institutionelle Anleger derzeit 42,44 Prozent der ausstehenden Aktien.

Für das vierte Quartal 2026 erwartet Oracle einen Gewinn je Aktie zwischen 1,96 und 2,00 Dollar. Das durchschnittliche Analystenkursziel liegt bei 262,91 Dollar — ein deutliches Aufwärtspotenzial gegenüber dem aktuellen Kurs von 121 Euro, der sich damit rund 36 Prozent unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts bewegt. Ob das Makroumfeld diesen Abstand schließen lässt, hängt weniger von Oracle ab als von der weiteren Entwicklung geopolitischer Risiken und der Zinspolitik.

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