Oracle hat am Freitag für Project Jupiter Auftragsvergaben von mehr als 994 Millionen $ an Unternehmen aus New Mexico gemeldet. Nach Unternehmensangaben gingen die Verträge an 30 Firmen; die Angaben beziehen sich auf den Stand vom 30. September.

Mehr als 160 Millionen $ seien bereits ausgezahlt worden, teilte Oracle mit. Zudem habe das Projekt bislang mehr als 100 Millionen $ an Steuereinnahmen für den Bundesstaat und die Countys erbracht.

Eigenversorgung mit Strom bleibt ein Plan

Am Donnerstag stellte Oracle einen überarbeiteten Plan zur Stromversorgung von Project Jupiter vor. Das vorgeschlagene private Mikronetz soll nach Unternehmensangaben eine installierte Kapazität von bis zu 2,45 Gigawatt bereitstellen. Kunden der öffentlichen Stromversorger müssten laut Oracle keine neue Infrastruktur für Erzeugung, Übertragung oder Verteilung finanzieren, die das Projekt benötigt.

Der lokale Sender KRWG hatte am 19. Oktober berichtet, dass der Campus noch keine Stromversorgung habe. Die vorgeschlagenen Versorgungspläne würden weiterhin kritisch geprüft. Bei einer Projektbesichtigung stellte Oracle dem Bericht zufolge einen prognostizierten wirtschaftlichen Effekt von 13 Milliarden $ für den Bundesstaat heraus.

Goldman senkt das Kursziel

Medienberichten zufolge senkte Goldman Sachs am Freitag das Kursziel für Oracle von 240 $ auf 206 $. Analystin Gabriela Borges behielt die Kaufempfehlung bei.

Die Nachrichtenagentur AP berichtete am Donnerstag über Druck auf Oracle im Zuge eines breiten Ausverkaufs bei KI-Aktien. Anleger hätten bezweifelt, dass das Cloud-Wachstum die hohen Ausgaben für Rechenzentren und steigende Finanzierungskosten rechtfertigen könne.

Oracle hat seinen Investorentag für den 28. Oktober 2026 angekündigt. Das Treffen soll während der Oracle AI World um 10:55 Uhr Central Time stattfinden.