Oracle liefert im dritten Quartal genau das, was Investoren sehen wollen: Ein massives Wachstum in der Cloud-Sparte und übertroffene Gewinnerwartungen. Trotz dieser fundamentalen Stärke gibt der Kurs nach. Ein breiter Abverkauf im Technologiesektor und neu aufgetauchte juristische Probleme überschatten derzeit die operativen Erfolge des Softwarekonzerns.
Cloud-Infrastruktur als Wachstumsmotor
Verantwortlich für das starke Quartal war in erster Linie die Cloud-Infrastruktur. Dieser Bereich verzeichnete einen bemerkenswerten Umsatzsprung von 84 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt kletterte der Konzernumsatz um knapp 22 Prozent auf 17,19 Milliarden US-Dollar. Auch beim bereinigten Gewinn je Aktie übertraf Oracle mit 1,79 US-Dollar die Schätzungen der Analysten leicht.
Um den enormen Bedarf für Hochleistungsrechnen künftig decken zu können, baut das Unternehmen seine Kapazitäten physisch aus. Jüngsten Berichten zufolge sicherte sich Oracle 200 Megawatt Leistung beim Partner Applied Digital.
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Auf die vorgelegten Zahlen reagierten mehrere Finanzinstitute mit konkreten Anpassungen ihrer Modelle:
* Erste Group Bank: Anhebung der Gewinnschätzung für das Geschäftsjahr 2026 auf 6,14 US-Dollar je Aktie.
* Bank of America: Wiederaufnahme der Bewertung mit „Buy“ und einem Kursziel von 200 US-Dollar.
* Marktkonsens: Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt aktuell bei 262,91 US-Dollar.
Gegenwind durch Insiderverkäufe und Klagen
Dass die Aktie am Freitag dennoch unter Druck geriet und um 2,40 Prozent auf 121,40 Euro nachgab, liegt an einer Kombination aus externen und internen Faktoren. Zum einen zog ein schwacher Nasdaq den gesamten Tech-Sektor mit nach unten. Zum anderen sorgen interne Transaktionen für Aufmerksamkeit: Sowohl Vizepräsident Douglas Kehring als auch CEO Clayton Magouyrk trennten sich in den vergangenen Wochen von Aktienpaketen im Wert von mehreren Millionen Dollar.
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Zusätzlich belastet eine neu eingereichte Wertpapierklage, die sich um die Transparenz bei Angaben zu Künstlicher Intelligenz und Rechenzentren dreht. Diese Gemengelage drückt auf die Stimmung der Anleger, was sich auch in der Jahresperformance widerspiegelt: Seit Anfang Januar summiert sich das Minus der Papiere auf über 27 Prozent.
Operativ blickt das Management ungeachtet der aktuellen Marktschwäche nach vorn. Für das vierte Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2026 peilt Oracle einen Gewinn je Aktie zwischen 1,96 und 2,00 US-Dollar an. Langfristig bekräftigte der Konzern zudem sein strategisches Ziel, bis zum Geschäftsjahr 2027 einen Gesamtumsatz von 90 Milliarden US-Dollar zu erreichen.
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