Der französische Telekom-Konzern präsentierte gestern auf seinem Kapitalmarkttag den neuen strategischen Fahrplan für die kommenden Jahre. Die Investoren zeigten sich angetan – die Aktie legte um 3,44 Prozent auf 17,46 Euro zu.
Ambitionierte Cashflow-Ziele bis 2028
Orange stellt für den Zeitraum 2025 bis 2028 ein zweistelliges Wachstum des organischen Cashflows in Aussicht. Das Unternehmen erwartet, bis 2028 rund 5,2 Milliarden Euro zu erreichen. Die operative Cashflow-Marge soll in diesem Zeitraum um zwei Prozentpunkte steigen. Beim angepassten Gewinn je Aktie peilt der Konzern eine jährliche Wachstumsrate von etwa zehn Prozent an.
Die Dividendenpolitik wird ebenfalls ambitionierter: Für 2026 steigt die Ausschüttung auf 0,79 Euro je Aktie, zahlbar 2027. Als neuer Dividendenuntergrenze für 2028 wurden 0,85 Euro festgelegt – bei gleichzeitig solider Bilanz.
Spanien wird zum Wachstumstreiber
Mit MasOrange hat sich Orange einen wichtigen strategischen Baustein gesichert. Der Konzern unterzeichnete eine verbindliche Vereinbarung mit Lorca, um die vollständige Kontrolle zu übernehmen. Nach Abschluss der Transaktion wird Spanien zum zweitgrößten europäischen Markt für Orange aufsteigen. Für MasOrange selbst rechnet das Unternehmen mit niedrig bis mittleren einstelligen Umsatzsteigerungen und einem operativen Cashflow-Wachstum im mittleren bis hohen einstelligen Bereich zwischen 2025 und 2028.
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Parallel startete im vierten Quartal die Joint-Venture-FiberCo PremiumFiber mit Vodafone und GIC ihren Betrieb. Mit über 12 Millionen Zugangsleitungen und knapp fünf Millionen angeschlossenen Kunden ist sie Europas größte FiberCo nach Kundenzahl.
Solide Zahlen für 2025 – trotz Belastungen
Das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 schloss Orange mit einem Umsatz von 40,4 Milliarden Euro ab – ein Plus von 0,9 Prozent gegenüber 2024. Das bereinigte EBITDA kletterte um 3,8 Prozent auf 12,5 Milliarden Euro. Der organische Cashflow verbesserte sich um 8,3 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro und übertraf damit das Jahresziel von mindestens 3,6 Milliarden Euro.
Allerdings brach der Konzernüberschuss drastisch ein: Von 2,35 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf nur noch 538 Millionen Euro. Verantwortlich dafür waren mehrere Sonderbelastungen. Eine Rückstellung von 1,24 Milliarden Euro für das französische Teilzeit-Programm für Ältere drückte ebenso wie die Abschreibung des Kupfernetzabbaus in Höhe von 368 Millionen Euro und eine Wertminderung bei Orange Business von 332 Millionen Euro.
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Der bereinigte Konzerngewinn lag bei 3,09 Milliarden Euro – ein Rückgang um 5,7 Prozent. Das bereinigte Ergebnis je Aktie betrug 0,86 Euro.
Afrika bleibt Wachstumsmotor
Die Region Afrika und Naher Osten lieferte erneut eine starke Performance ab. Die Umsätze stiegen um 12,2 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro, das bereinigte EBITDA legte um 13,9 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro zu. Die Kundenbasis wuchs um 14 Millionen auf 174 Millionen Mobile-Kunden. Besonders dynamisch entwickelten sich Mobile Data (plus 18,6 Prozent), Fixed Broadband (plus 18,4 Prozent) und der Bezahldienst Orange Money (plus 18 Prozent).
In Frankreich hielt sich das Wachstum dagegen in Grenzen. Die Umsätze sanken um 2,1 Prozent auf 17,5 Milliarden Euro, hauptsächlich aufgrund des strukturellen Rückgangs im Wholesale-Geschäft. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich jedoch um 0,9 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro – getragen von Effizienzmaßnahmen, die die Betriebskosten um 400 Millionen Euro senkten.
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