Der dänische Offshore-Wind-Riese hat am 3. Februar 2026 den Verkauf seines gesamten europäischen Onshore-Geschäfts an Copenhagen Infrastructure Partners (CIP) für 1,44 Milliarden Euro bekanntgegeben. Damit zieht das Unternehmen einen Schlussstrich unter sein angekündigtes Veräußerungsprogramm und konzentriert sich künftig ausschließlich auf Offshore-Windkraft in Europa.
Die Transaktion umfasst Onshore-Windparks, Solaranlagen und Batteriespeicherprojekte in Irland, Großbritannien, Deutschland und Spanien mit einer operativen Kapazität von 578 MW, weiteren 248 MW im Bau sowie einer mehrere Gigawatt umfassenden Entwicklungspipeline. Der Abschluss wird für das zweite Quartal 2026 erwartet, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen.
Milliarden-Programm übertrifft Ziel deutlich
Mit diesem Deal komplettiert Orsted sein strategisches Desinvestitionsprogramm, das bereits frühere Verkäufe beinhaltete: 50 Prozent an Hornsea 3 und 55 Prozent an Changhua 2. Insgesamt hat das Unternehmen durch diese Transaktionen rund 46 Milliarden Dänische Kronen (etwa 6,2 Milliarden Euro) erlöst – deutlich mehr als das ursprüngliche Ziel von 35 Milliarden Kronen.
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„Wir haben einen neuen Eigentümer in CIP gefunden, da wir uns auf Offshore-Wind in unseren europäischen Kernmärkten konzentrieren werden“, erklärte Trond Westlie, CFO von Orsted. Die Strategie ist eindeutig: Das dänische Unternehmen will dort Kapital bündeln, wo in den kommenden Jahren erhebliche Kapazitäten ausgeschrieben werden.
US-Geschäft bleibt eigenständig
Interessanterweise behält Orsted sein US-amerikanisches Onshore-Geschäft, das seit Oktober 2025 unabhängig operiert. Diese Entscheidung unterstreicht die unterschiedliche strategische Bewertung der Märkte.
Parallel zu dieser Nachricht erhielt das Unternehmen am selben Tag grünes Licht von einem US-Bundesrichter zur Fortsetzung seines Sunrise-Wind-Projekts vor der Küste New Yorks. Richter Royce Lambert in Washington hob damit einen im Dezember von der Trump-Regierung verhängten Baustopp auf – eine juristische Schlappe für Trumps Offshore-Wind-Politik und ein wichtiges Signal für Orsteds amerikanische Ambitionen.
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