Ørsted Aktie: Staat vor Ausstieg?

Vor der Parlamentswahl fordern Parteien den Verkauf der Staatsanteile an Ørsted. Der Windkraftkonzern stabilisiert sich operativ, während politische Unsicherheit die Aktie belastet.

Orsted Aktie
Kurz & knapp:
  • Politische Forderungen nach Verkauf der Staatsbeteiligung
  • Operative Stabilisierung mit erzieltem Nettogewinn
  • Überplanmäßige Erlöse aus Verkäufen von Projekten
  • Fortschritte trotz US-Risiken und Stellenabbau

Der dänische Windkraft-Riese steht im Zentrum einer neuen politischen Debatte. Kurz vor der Parlamentswahl am 24. März fordern mehrere Parteien in Dänemark, dass der Staat seine Mehrheitsbeteiligung am Unternehmen abstößt. Diese Diskussion bringt zusätzliche Unsicherheit in eine Aktie, die gerade erst operative Stabilität zurückgewinnt und einen umfassenden Konzernumbau vorantreibt.

Politischer Druck wächst

Das Thema Staatsbeteiligung ist zurück auf der Agenda. Lokalen Medienberichten zufolge drängen vier Parteien des rechten Spektrums auf einen Ausstiegsplan für den 50,1-prozentigen Anteil des Staates nach der Wahl. Auch die Liberalen, Teil der aktuellen Regierungskoalition, signalisieren, sich einem solchen Vorhaben nicht in den Weg zu stellen. Zusammen halten diese fünf Parteien rund 40 Prozent der Parlamentssitze.

Obwohl die Privatisierungsdebatte nicht neu ist, sorgt der Zeitpunkt kurz vor dem Urnengang für Nervosität. Ein möglicher Verkauf der Staatsanteile hätte weitreichende Folgen für die Aktionärsstruktur und die strategische Ausrichtung des Konzerns.

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Umbau zeigt Wirkung

Operativ gelang Ørsted im Geschäftsjahr 2025 eine Stabilisierung. Das EBITDA (bereinigt um neue Partnerschaften) erreichte mit 25,1 Milliarden Dänischen Kronen (DKK) die prognostizierte Spanne. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 3,2 Milliarden DKK.

Besonders der massive Verkauf von Unternehmensteilen stärkte die Bilanz. Durch die Veräußerung von Anteilen an den Offshore-Projekten Hornsea 3 und Greater Changhua 2 sowie den kompletten Verkauf des europäischen Onshore-Geschäfts an Copenhagen Infrastructure Partners (CIP) erlöste der Konzern rund 46 Milliarden DKK. Damit übertraf das Management das eigene Ziel von 35 Milliarden DKK deutlich. Der Verkauf der Onshore-Sparte soll im zweiten Quartal 2026 abgeschlossen werden.

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Gegenwind aus den USA und Stellenabbau

Trotz der Fortschritte bleiben die USA ein Risikofaktor. Die Trump-Administration verhängte im Dezember einen zweiten Baustopp für fünf Offshore-Windprojekte, darunter Revolution Wind und Sunrise Wind. US-Gerichte setzten diese Anordnungen jedoch im Januar und Februar per einstweiliger Verfügung aus, sodass die Arbeiten wiederaufgenommen wurden. Revolution Wind ist bereits zu 87 Prozent fertiggestellt.

Um die Kostenstruktur zu verbessern, kündigte Ørsted zudem die Streichung von rund 2.000 Stellen bis Ende 2027 an. Für das Jahr 2026 erwartet der Vorstand ein EBITDA von über 28 Milliarden DKK. Analysten reagieren vorsichtig optimistisch auf diesen Kurs: Das Bankhaus Berenberg bestätigte die Kaufempfehlung und hob das Kursziel Ende Februar auf 180 DKK an.

Mit einer bereinigten Bilanz und dem klaren Fokus auf Offshore-Windkraft in Europa geht Ørsted gestärkt in das Jahr 2026. Die operative Richtung stimmt, doch die politische Komponente bleibt der entscheidende variable Faktor. Der Wahlausgang am 24. März wird zeigen, ob der dänische Staat als Mehrheitseigner an Bord bleibt oder den Weg für eine neue Eigentümerstruktur freimacht.

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