Orsted Aktie: Stolze Meilensteine

Der dänische Windkraftkonzern meldet einen geringeren Verlust und kündigt die Rückkehr der Dividende für 2026 an. Ein milliardenschwerer Verkauf stärkt die Finanzen, während die US-Projekte im Zeitplan bleiben.

Orsted Aktie
Kurz & knapp:
  • Quartalsverlust deutlich niedriger als im Vorjahr
  • Dividendenausschüttungen ab 2026 angekündigt
  • Milliardendeal für Onshore-Windgeschäft in Europa
  • US-Großprojekte halten am ursprünglichen Zeitplan fest

Der dänische Windkraft-Weltmarktführer Orsted verkündet heute Quartalszahlen, die einen klaren Schritt aus der Krise signalisieren. Trotz eines operativen Dämpfers im vierten Quartal hält das Management an seinen Wachstumsplänen fest – und kündigt die Rückkehr der Dividende an. Die Aktie reagiert mit einem Kurssprung von über vier Prozent.

Zahlen unter Erwartung, Ausblick stabil

Das vierte Quartal brachte ein EBITDA von 7,55 Milliarden dänischen Kronen – ein deutlicher Rückgang gegenüber 8,35 Milliarden Kronen im Vorjahr und knapp unter den Markterwartungen von 8,24 Milliarden Kronen. Der Rückgang resultiert vor allem aus schwächeren Bioenergieerlösen, die die Stärke im Offshore-Windgeschäft nicht vollständig ausgleichen konnten.

Der Nettoverlust fiel mit 3,37 Milliarden Kronen deutlich geringer aus als im Vorjahresquartal, als noch 6,08 Milliarden Kronen zu Buche standen. Grund für die Verbesserung: Orsted musste diesmal nur 2,13 Milliarden Kronen abschreiben, vergangenes Jahr waren es noch dramatische 12,13 Milliarden Kronen. Ein Großteil der aktuellen Abschreibungen entfällt auf den Verkauf des europäischen Onshore-Geschäfts.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Orsted?

Milliarden-Deal und Dividendenrückkehr

Orsted vollzieht einen strategischen Schwenk: Das gesamte europäische Onshore-Windgeschäft geht für 10,7 Milliarden Kronen an Copenhagen Infrastructure Partners. Der Deal soll bereits im zweiten Quartal abgeschlossen sein. Finanzchef Trond Westlie erklärt, damit sei das angekündigte Desinvestitionsprogramm abgeschlossen und die finanzielle Position des Konzerns erheblich gestärkt.

Die wichtigste Botschaft für Anleger: Ab 2026 fließt wieder Dividende. Nach den turbulenten Jahren mit massiven US-Belastungen – Präsident Trump hatte nach seiner Amtseinführung wichtige Offshore-Projekte wie Revolution Wind und Sunrise Wind gestoppt – sieht sich das Management nun stark genug für Ausschüttungen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Orsted?

US-Projekte bleiben auf Kurs

Trotz politischer Widrigkeiten hält Orsted am Zeitplan für seine US-Großprojekte fest. Revolution Wind und Sunrise Wind sollen wie geplant in der zweiten Jahreshälfte 2026 beziehungsweise 2027 fertiggestellt werden. Die zwischenzeitlichen Baustopp-Orders konnten die Dänen offenbar abfedern.

Für 2026 bestätigt der Konzern seine Prognose von über 28 Milliarden Kronen EBITDA, für 2027 werden mehr als 32 Milliarden Kronen angepeilt. Analysten von Jefferies werten die Quartalszahlen als positives Signal: Keine negativen Überraschungen, ein unveränderter US-Zeitplan – das sei für Orsted ein Erfolg. Der Offshore-Bereich übertraf die Erwartungen um rund vier Prozent, das Onshore-Geschäft sogar um 24 Prozent – getrieben durch Veräußerungsgewinne.

Orsted-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Orsted-Analyse vom 6. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Orsted-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Orsted-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Orsted: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Orsted Jahresrendite