Orsted Aktie: Zwischenfazit ziehen

Der dänische Windkraftkonzern sieht sich vor der Wahl mit Forderungen nach einem Staatsausstieg konfrontiert, während die operativen Zahlen eine Erholung zeigen. Die politische Konstellation nach dem 24. März ist entscheidend.

Orsted Aktie
Kurz & knapp:
  • Opposition fordert Verkauf der Staatsbeteiligung
  • EBITDA-Ziel für 2025 erreicht, Ausblick positiv
  • Verkauf des Onshore-Geschäfts kurz vor Abschluss
  • US-Windprojekte trotz Rechtsstreit fortgesetzt

Die dänische Parlamentswahl am 24. März wirft ihre Schatten voraus und bringt Unsicherheit für den Windkraftriesen. Während sich der Kurs operativ gerade erst erholt, fordern gleich mehrere Parteien den Rückzug des Staates aus dem Unternehmen. Droht dem Energiekonzern nun ein radikaler Eigentümerwechsel oder bleibt am Ende alles beim Alten?

Politischer Druck wächst

Vier Rechtsparteien drängen die Regierung, Pläne für einen Verkauf der staatlichen Mehrheitsbeteiligung von 50,1 Prozent zu entwickeln. Der Vorschlag der Opposition sieht vor, kritische Infrastruktur vorher aus dem Unternehmen herauszulösen und im Staatsbesitz zu behalten. Zusammen halten diese Parteien aktuell 48 der 179 Sitze im Parlament. Selbst die Liberalen, Teil der aktuellen Regierungskoalition, signalisierten bereits, sich der Idee nicht verschließen zu wollen.

Doch wie realistisch ist dieses Szenario? Aktuelle Umfragen des öffentlichen Rundfunks DR deuten darauf hin, dass der rechtsgerichtete Block die notwendige Mehrheit verfehlen dürfte. Jakob Magnussen, Kreditanalyst der Danske Bank, merkt zwar an, dass ein Regierungswechsel das Ende der staatlichen Dominanz bedeuten könnte. Er hält jedoch einen Sieg des linken Lagers – das bisher keine Verkaufsabsichten zeigt – für das wahrscheinlichere Ergebnis.

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Solide operative Basis

Abseits des politischen Lärms stimmen die fundamentalen Daten wieder optimistischer. Das EBITDA für das abgelaufene Jahr 2025 landete mit 25,1 Milliarden DKK (Dänische Kronen) im prognostizierten Zielkorridor. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 3,2 Milliarden DKK.

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 stellt das Management ein EBITDA von mehr als 28 Milliarden DKK in Aussicht. Ein wichtiger Baustein der finanziellen Stabilisierung bleibt das Desinvestitionsprogramm: Der Verkauf des europäischen Onshore-Geschäfts an Copenhagen Infrastructure Partners (CIP) für rund 1,44 Milliarden Euro soll im zweiten Quartal abgeschlossen werden. Insgesamt übertreffen die vereinbarten Erlöse aus Anlagenverkäufen mit rund 46 Milliarden DKK das ursprüngliche Ziel deutlich.

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Rechtsstreit in den USA

In den USA kämpft der Konzern weiterhin um die Umsetzung seiner Großprojekte Revolution Wind und Sunrise Wind. Nachdem Behörden im Dezember einen Baustopp verhängt hatten, erwirkte Ørsted vor Gericht einstweilige Verfügungen. Die Arbeiten an beiden Projekten wurden wieder aufgenommen, während die juristische Klärung der behördlichen Anordnungen im Hintergrund weiterläuft. Diese Projekte sind von zentraler Bedeutung, da die Kapitalerhöhung im Oktober 2025 spezifisch zur Finanzierung von Sunrise Wind diente.

Kurzfristig dürfte der Wahlkampf die Kursentwicklung stärker beeinflussen als die operativen Kennzahlen. Bis zur Wahl am 24. März bleibt die politische Konstellation der dominierende Faktor für die Anlegerstimmung. Fundamentale Klarheit über den weiteren finanziellen Pfad liefert erst der nächste Quartalsbericht am 6. Mai.

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