Orvana Minerals weitet die Erkundung des Projekts Taguas in der argentinischen Provinz San Juan deutlich aus. Das Bergbauunternehmen bereitet dort ein dreistufiges Explorationsprogramm vor. Im Mittelpunkt stehen geophysikalische Messungen, oberflächennahe Bohrungen sowie die Suche nach tiefer liegenden Erzkörpern.

Drei Phasen für argentinisches Kupfer-Gold-Projekt

Die anstehende Kampagne gliedert sich in klar definierte Arbeitsschritte. Zunächst sind geophysikalische Untersuchungen am benachbarten Evelina-Prospekt vorgesehen. Auf dieser Basis sollen geologische Strukturen präziser kartiert werden.

Im zweiten Schritt plant das Unternehmen oberflächennahe Infill-Bohrungen. Diese Arbeiten dienen primär dazu, die bestehenden Oxidressourcen genauer abzugrenzen. Die dritte Phase zielt schließlich auf größere Tiefen ab: Vorgesehen sind Tiefbohrungen, die auf ein vermutetes Porphyr-Kupfer-Gold-System ansetzen. Das Projekt Taguas umfasst insgesamt 15 Bergbaukonzessionen in San Juan.

Gemischte Signale aus dem operativen Betrieb

Die Neuigkeiten aus Argentinien folgen auf operative Weichenstellungen in Südamerika. Beim Produktionshochlauf in Bolivien (vor über einem Monat, seither +19,2 %) kam es zu Verzögerungen. Der Hochlauf der Don-Mario-Anlage verlief langsamer als veranschlagt. In der Konsequenz zog das Management die Produktionsprognose für das bolivianische Projekt zurück.

Gleichzeitig verzeichnete der Standort operative Fortschritte. Nach der Produktion des ersten Gold-Silber-Doré-Barrens (vor rund zwei Wochen, seither -7,0 %) konnte das Unternehmen auch erste Kupferkathoden herstellen. Beide Gewinnungskreisläufe sind am Standort Don Mario mittlerweile in Betrieb. Das Areal in Bolivien erstreckt sich über zehn Konzessionen mit einer Gesamtfläche von rund 53.325 Hektar.

Im heutigen Handel geriet die Aktie unter Druck. Der Kurs gab um 9,3 % nach und fiel auf 2,52 CAD.

Ausrichtung auf langfristigen Wertzuwachs

Das Unternehmen steuert sein Portfolio aus der Unternehmenszentrale in Toronto. Neben den südamerikanischen Standorten hält die Tochtergesellschaft von Fabulosa Mines Limited Bergrechte an den Projekten El Valle und Carlés in Spanien.

Eine Ausschüttung an die Aktionäre ist vorerst nicht vorgesehen. Das Management zahlt keine Dividende, sondern richtet die Mittelverwendung vollständig auf die Steigerung des operativen Unternehmenswerts aus. Neben Ausführungs- und Betriebsrisiken bleiben Explorations- und Rohstoffpreisrisiken für die weitere Entwicklung maßgeblich. Die kommenden Bohrresultate auf Taguas dürften für den weiteren Projektfortschritt entscheidend sein.