Oxford Lane Capital beendet das erste Halbjahr mit einer fragilen Stabilisierung. Im Wochenverlauf legten die Kurse zwar leicht zu. Allerdings bleibt die Bilanz seit Jahresbeginn tiefrot.
Der Schlusskurs am Freitag lag bei 8,81 USD. Damit verlor das Papier seit Januar über 41 Prozent an Wert. Zum 52-Wochen-Hoch von 19,05 USD klafft eine gewaltige Lücke.
Technisch zeigt der Trend weiter nach unten. Die Aktie notiert knapp 30 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt von 12,56 USD. Das Märztief bei 8,01 USD dient derzeit als einzige nennenswerte Unterstützung.
Dividenden-Zusage als Kursstütze
Das Management setzt weiterhin auf regelmäßige Ausschüttungen. Es bestätigte monatliche Dividenden von 0,20 USD je Aktie für das dritte Quartal. Diese Zahlungen sind für Juli, August und September 2026 fest eingeplant.
Diese Konstanz folgt auf turbulente Monate. Ende 2025 vollzog der Fonds einen Aktiensplit im Verhältnis eins zu fünf. Die hohen Ausschüttungen sollen nun das Vertrauen der Anteilseigner zurückgewinnen.
Fokus auf den inneren Wert
Parallel dazu rückt der Nettoinventarwert (NAV) in den Mittelpunkt. Das Management schätzte diesen Wert zuletzt auf 11,40 USD bis 11,70 USD je Aktie. Der aktuelle Börsenkurs liegt massiv unter dieser Schätzung.
Solche Abschläge sind bei Spezialfonds für Kreditverbriefungen nicht ungewöhnlich. Sie zeigen jedoch die Skepsis der Marktteilnehmer. Viele Investoren fürchten eine höhere Ausfallrate bei den zugrunde liegenden Senior-Darlehen.
Der nächste offizielle Quartalsbericht im Spätsommer wird zur Bewährungsprobe. Er muss belegen, ob sich der Nettoinventarwert nach den herben Verlusten des vergangenen Geschäftsjahres stabilisiert hat.
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